Zehn Jahre Städtepartnerschaft zwischen Lingen und Elbeuf sur Seine
Als Symbol für die wachsenden Beziehungen zwischen Lingen und Elbeuf überreichte Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) seinem französischen Amtskollegen Djoudé Merabet eine deutsche Säuleneiche.

Zehn Jahre Städtepartnerschaft zwischen Lingen und Elbeuf sur Seine

14. Juli 2014 0 Von slindschulte
Als Symbol für die wachsenden Beziehungen zwischen Lingen und Elbeuf überreichte Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) seinem französischen Amtskollegen Djoudé Merabet eine deutsche Säuleneiche.

Als Symbol für die wachsenden Beziehungen zwischen Lingen und Elbeuf überreichte Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) seinem französischen Amtskollegen Djoudé Merabet eine deutsche Säuleneiche.

„Aus Partnern wurden Freunde“ – Krone und Merabet ziehen positive Bilanz

Lingen. In einem stimmungsvollen Festakt feierten am Freitagnachmittag zahlreiche Gäste aus Lingen und Elbeuf sur Seine das zehnjährige Jubiläum der deutsch-französischen Städtepartnerschaft. Im „Haus der Vereine“ im Emsauenpark blickten sowohl Oberbürgermeister Dieter Krone als auch sein französischer Amtskollege Djoudé Merabet äußerst positiv auf die vergangenen Jahre zurück. „Aus Partnern sind Freunde geworden. Etwas Schöneres lässt sich über eine Städtepartnerschaft, wie die unsere, wohl kaum sagen“, freute sich Krone. Auch Merabet betonte, wie innig und tief gewachsen die Partnerschaft inzwischen sei. Die Bürgerinnen und Bürger seiner Stadt und auch er selbst würden sich bei den Besuchen in Lingen wie zu Hause fühlen. Mit dem Satz „Ich bin ein Lingener“ brachte er dieses Gefühl während des Festaktes deutlich zum Ausdruck.

Mit ihren zehn Jahren ist die Städtepartnerschaft mit Elbeuf für Lingen die jüngste Partnerschaft in der Stadtgeschichte. In ihrer Ausprägung sei die Verbindung jedoch einzigartig, hob Oberbürgermeister Krone hervor. „In keiner unserer anderen Partnerstädte wird die Partnerschaft zu einem so hohen Maße von Gastfamilien getragen.“ Bei den gegenseitigen Besuchen in Elbeuf und Lingen übernachten, essen und leben die Gäste immer direkt in den Familien. „Auf diese Weise lernen sie sich viel besser und intensiver kennen“, so Krone. Für ihr großes Engagement und die Herzlichkeit, mit der die Gäste empfangen werden, sprach Krone den Gastfamilien einen besonderen Dank aus.

Neben den Kontakten der Gastfamilien untereinander prägen insbesondere viele Austausche zwischen Vereinen und Verbänden die Partnerschaft. Krone verwies darauf, dass der SV Olympia Laxten ebenso wie der Lingener Karateverein bereits seit Jahren intensive Kontakte zu Vereinen in Elbeuf pflege. Auch im musikalischen Bereich gebe es regelmäßige Austausche – etwa während der Lingener Weinlaube. So sind auch bei der diesjährigen Weinlaube am vergangenen Wochenende erneut Musiker aus Elbeuf und Lingen gemeinsam aufgetreten.

Wie eng die deutsch-französische Freundschaft darüber hinaus auch in den Schulen verankert ist, zeigte ein ganz besonderes Geschenk an Elbeufs Bürgermeister Merabet. Schülerinnen der 10. Klassen des Franziskusgymnasiums haben sich intensiv mit den deutsch-französischen Beziehungen auseinandergesetzt und dazu mehrere kurze Gedichte – sogenannte Slams – verfasst, die sie während des Festaktes vortrugen. Diese sehr emotionalen Gedichte überreichte Krone seinem Amtskollegen schließlich als Erinnerung an die Feierlichkeiten.

Als sichtbares Zeichen der Freundschaft zwischen Elbeuf und Lingen übergab Krone zudem einen Baum – eine deutsche Säuleneiche – als Geschenk an die Gäste aus Frankreich. Bereits im Mai hatte die Lingener Delegation bei ihrem Besuch in Elbeuf einen Maibaum als Symbol für die wachsenden Beziehungen zwischen beiden Städten geschenkt bekommen. Dieser Baum wurde inzwischen vor dem „Haus der Vereine“ im Emsauenpark gepflanzt. Am Freitag enthüllten Krone und Merabet gemeinsam vor dem Baum einen Stein mit einer Partnerschaftsplakette, die künftig an das Städtepartnerschaftsjubiläum erinnert. Beide Bürgermeister zeigten sich zuversichtlich, dass die Partnerschaft auch weiterhin so erfolgreich wie bisher geführt und die Zusammenarbeit noch vertieft werden könne.