Wirtschaft: Konjunktur auf der Ems-Achse stagniert auf hohem Niveau
(Quelle: Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim)

Wirtschaft: Konjunktur auf der Ems-Achse stagniert auf hohem Niveau

13. August 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Fachkräftemangel weiter Geschäftsrisiko Nr. 1 in der Region

Emsland/Grafschaft Bentheim. Die Konjunktur im Gebiet der Wachstumsregion Ems-Achse kühlt nach zuvor rekordverdächtigen Werten leicht ab. Der Konjunkturklimaindex, wichtigster Gradmesser der regionalen Wirtschaft, sank um zwei Punkte auf nunmehr 120 Zähler. Trotz des Rückgangs liegt der Index weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Auswertung der Konjunkturumfrage durch die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, die IHK für Ostfriesland und Papenburg und die Wachstumsregion Ems-Achse.

Die Komponenten des Konjunkturklimaindex, die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen, entwickelten sich unterschiedlich. Die Geschäftslage konnte das hohe Niveau der Vorumfrage nicht halten und gibt etwas nach. Per Saldo bezeichnen 36 % der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut (Vorquartal: 43 %). Die Geschäftserwartungen können zwar etwas zulegen, bewegen sich aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Unter dem Strich blicken 7 % (Vorquartal: 3 %) der Unternehmen optimistisch auf die kommenden Monate.

Geschäftsrisiko Nummer 1 aus Sicht der Unternehmen ist weiterhin der Fachkräftemangel. Fast zwei Drittel (65 %) sehen hierin ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung (Vorquartal: 62 %). Für jeweils die Hälfte der Unternehmen stellen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Arbeitskosten ein Risiko für ihre Entwicklung dar. Stark zugenommen haben die Sorgen um eine schwächelnde Auslandsnachfrage – 23 % der Unternehmen sehen hierin ein Risiko (Vorquartal: 13 %). Zu dieser erheblichen Verunsicherung von außen führen aktuell vor allem die handelspolitischen Auseinandersetzungen, etwa zwischen Europa und den USA. Auch die wirtschaftspolitischen Herausforderungen mit Blick auf den Brexit, Russland, die Türkei und andere Märkte spielen eine Rolle.