+++ Wildschweine in Lohne: AK-Virus nachgewiesen – Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen +++
(Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

+++ Wildschweine in Lohne: AK-Virus nachgewiesen – Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen +++

23. Mai 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Aujeszkysche Krankheit für Menschen ungefährlich

Emsland/Grafschaft Bentheim. Bei Wildschweinen in Lohne konnte ein Virus nachgewiesen werden, das vor allem für Hunde und Katzen gefährlich werden kann. Ein Schreiben vom Landkreis Emsland war heute in den Sozialen Netzwerken aufgetaucht und hatte bei den Lesern für Verunsicherung gesorgt. Die EMS-VECHTE-NEWS haben deshalb einmal dort nachgefragt, was Tierhalter jetzt beachten müssen.

„Der Landkreis Emsland hat insbesondere die Jäger über die Kreisjägermeister über die Aujeszkysche Krankheit (AK) informiert“, erklärt Anja Rhode von der Pressetelle des Landkreis Emsland. „Hintergrund ist die Feststellung von Antikörpern gegen die Krankheit in Wildschweinen im Landkreis Grafschaft Bentheim. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Wildschweine im Landkreis Emsland betroffen sein können.“

In der Regel seien zahlreiche Jäger auch als Landwirte tätig. Um eine Infizierung von Jagdhunden und Hausschweinen zu verhindern, seien besondere Vorkehrungen notwendig, auf die der Landkreis Emsland in einem Merkblatt, das dem ursprünglichen Schreiben beilag, hingewiesen hat. „Die Ansteckung der Jagdhunde erfolgt überwiegend über Kontakt mit Blut oder Nasensekret oder über die Verfütterung von Innereien oder Fleisch erkrankter Tiere. Daher sollte kein rohes Fleisch von Wildschweinen verfüttert werden“, empfiehlt Rhode. „Für die Hausschweinhaltung ist die konsequente Einhaltung von sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen notwendig. Dazu zählt u. a., dass der Jagdhund nicht in Kontakt zum Stall kommt, nicht mit Jagdbekleidung der Stall betreten wird und das Wildschwein nicht im Betrieb zerlegt oder verarbeitet wird.“ Darüber hinaus solle möglichst kein Schwarzwild anderer Jäger in der eigenen Wildkammer aufgenommen werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung von Hunden, die nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen, sei insbesondere bei Einhaltung der geratenen Vorsichtsmaßnahmen gering.

Solange Katzen oder Hunde also nicht in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten erkrankter Wildschweine geraten, gibt es keinen Grund zur Sorge. Für den Menschen ist das AK-Virus hingegen komplett ungefährlich. Auch das Fleisch infizierter Tiere könne bedenkenlos gegessen werden.