Wie du herausfindest ob dein Reiseziel noch sicher ist…
Auf solche Sehenswürdigkeiten verzichten? Niemals! (Foto: Anna Franzen)

Wie du herausfindest ob dein Reiseziel noch sicher ist…

10. Dezember 2015 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Ein paar Tipps für deine Reiseplanung nach Paris

Von Anna Franzen. Knapp vier Wochen sind die Terroranschläge in Paris bereits her. Der erste Schock ist überwunden. Für die Franzosen gilt es nun die Klimakonferenz zu schützen. Die Welt ist zu Gast in Paris…

Nach den Attacken in Paris wurde viel diskutiert, wie sicher ist das Land, wie sicher die Weltmetropole? Nach dem Anschlag in Tunesien im Sommer wurden britische Touristen heimgeholt, von einer Einreise wurde abgeraten. Nach dem Absturz des russischen Airbus über dem Sinai holte Russland ebenfalls seine Touristen zurück, in diesem Fall aus Ägypten. Welcher Urlaubsort ist noch sicher in der arabischen Welt, könnte man jetzt fragen. Sollte ich derzeit überhaupt in ein Flugzeug steigen?

Ich habe es getan und zwar genau eine Woche nach den Anschlägen in Paris. Nein, ich war nicht lebensmüde und ja ich habe kurz darüber nachgedacht, ob ich Angst habe in ein Flugzeug zu steigen. Aber ich habe mir gesagt, ein Flug von Düsseldorf nach Wien oder gar ein Flug von Wien nach Košice in einer Propellermaschine ist nicht interessant genug für eine Terrororganisation.

Öffentliche Plätze meiden wegen möglichen Terroranschlägen? - Auf Reisen schwer möglich. (Quelle: www.canva.de/Unsplash)

Öffentliche Plätze meiden wegen möglichen Terroranschlägen? – Auf Reisen schwer möglich.
(Quelle: www.canva.de/Unsplash)

Aber du möchtest vielleicht nach Jordanien reisen, nach Israel oder in eine Metropole in Europa und hast ganz andere Sorgen. Deshalb möchte ich dir heute ein wenig die Angst nehmen und dir mitteilen, wie du mehr über deiner Sicherheit im Ausland erfährst.

Bei diesen Stellen erhältst du wichtige Informationen über deine Reisen und die Sicherheit im Urlaubsland:

  • Dein Reiseveranstalter. Dein Reiseveranstalter gibt dir Antworten zur Sicherheitslage im Land, das du bereisen möchtest oder wo du vor hast deinen Urlaub zu verbringen. Dabei berufen sich alle Reiseveranstalter auf das Auswärtige Amt. Gibt es Warnungen, fliegen die Reiseveranstalter ihre Gäste aus. Dein Reisebüro sollte dir schon vor der Buchung mitteilen können, wie sicher dein Wunschurlaubsort ist bezogen auf die politische Lage und mögliche Unruhen.
  • Das Auswärtige Amt. Bei akuter Gefahr warnt das Auswärtige Amt ausdrücklich vor Reisen in bestimmte Städte oder Länder. Es gibt verschiedene Stufen der Warnung, nämlich eine „klare Reisewarnung auszusprechen“, oder wird „dringend abgeraten“ oder „abgeraten“. Außerdem können auf der Website des Auswärtigen Amts Sicherhitstipps gefunden werden, wie man sich z.B. am besten verhält oder welches Recht im jeweiligen Land gilt.
  • Reiseblogger. Verreist du allein, vielleicht sogar als Frau, dann empfiehlt es sich vorher Erkundigungen einzuholen, wie sicher die Soloreise in deinem Wunschland ist. Viele Reiseblogger und Backpacker sind allein unterwegs und schreiben darüber in ihren Blogs. Schau doch zum Beispiel bei Flashpacker Melanie von goodmorningworld oder Alleinreisende Ute von bravebird vorbei. Dort findest du einige Tipps zu dem Thema.

Was jetzt weniger mit Gefahr zu tun hat sind die langen Warteschlangen, die durch zusätzliche oder erweiterte Kontrollen in öffentlichen Gebäuden und vor Sehenswürdigkeiten vorgenommen werden.  Sei einfach dankbar, dass sie durchgeführt werden. Wer weiß, was dadurch schon vereitelt wurde. Kontrollen bieten dir Schutz und schrecken Leute ab, die Böses planen.

Ich will gar nicht sagen, dass du unvorsichtig sein sollst. Aber bei einer Reise tust du nichts anderes, als wie jeden Tag das Risiko abzuschätzen, wenn du dich ins Auto setzt. Das Risiko in einen Unfall zu geraten ist einfach höher als einen Anschlag mitzubekommen. Wenn wir jetzt aufhören zu verreisen, unsere Brüder und Schwestern in Europa zu besuchen oder unsere Lieblingsurlaubsziele in Nordafrika und der Türkei meiden, dann haben die Typen des sogenannten IS und Co genau das geschafft, was sie wollten.

Auf solche Sehenswürdigkeiten verzichten? Niemals! (Foto: Anna Franzen)

Auf solche Sehenswürdigkeiten verzichten? Niemals!
(Foto: Anna Franzen)

Informiere dich einfach über die politische Lage im jeweiligen Land und suche nach unabhängigen Quellen. Im letzten Fall ist ja das Auswärtige Amt der beste Ansprechpartner. Lasst es nicht so weit kommen, wie in den USA. Dort wurde eine allgemeine weltweit geltende Reisewarnung ausgesprochen. Eine solche wurde bisher nur selten ausgesprochen und ich halte es auch für Angstmacherei. Die US-Bürger sollen in großen Mengen an öffentlichen Plätzen wachsam sein, auch bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Eigentlich sollte man größere Menschenmengen meiden, so die US-Regierung. Für mich ist das Panikmache, ich soll also jedem Mitmenschen grundsätzlich misstrauen, dann kann ich auch gleich alle unter Generalverdacht stellen, die anders sind.

Du musst selbst entscheiden, ob du wieder ein Flugzeug oder eine Bahn nutzt und ob du dich an öffentlichen Plätzen aufhalten willst. Lass dir dabei aber nicht den Spaß verderben und wäge einfach das Risiko ab. Wenn wir uns jetzt alle verkriechen oder Leute unter Generalverdacht stellen, die unsere Hilfe benötigen, dann haben einige Mitglieder der menschlichen Spezies (ich kann einfach nicht Mensch schreiben bei IS-Anhängern) genau das erreicht, was sie wollen.

Kleiner Tipp am Rande: Bergtouren im Harz oder in den Alpen, Badeurlaub an der mecklenburgischen Seenplatte oder Skiurlaube in Südtirol sind absolut nicht relevant um etwas Böses zu planen! 😉

Bis bald – Anna

Hof Veldink