Wanderausstellung „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ im Rathaus Lingen
Die ersten „offiziellen“ Besucher zeigten sich begeistert: (v. li.) der Holthausener Ortsbürgermeister Uwe Dietrich, der Darmer Ortsbürgermeister Werner Hartke, der Vorsitzende des Umweltausschusses, Josef Heskamp, Stadtbaurat Lothar Schreinemacher und Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, Hans Lis sowie Sven Oltrop als zuständiger Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt. (Quelle: Stadt Lingen)

Wanderausstellung „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ im Rathaus Lingen

15. März 2018 0 Von Rainer Kwant

Schwerpunkte und Erfolge anschaulich dargestellt

Lingen. Die Wanderausstellung „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ ist bis zum 23. März im Foyer des Neuen Rathauses in Lingen zu sehen. Die Ausstellungstafeln zeigen auf großformatigen Bannern die verschiedenen Facetten des gleichnamigen Projektes – angefangen von der grundsätzlichen Bedeutung der biologischen Vielfalt über die verschiedenen Lebensräume im Hotspot 22 bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Zu den ersten Gästen zählten neben Stadtbaurat Lothar Schreinemacher und dem Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, Hans Lis, auch der Vorsitzende des Umweltausschusses, Josef Heskamp sowie die Ortsbürgermeister Uwe Dietrich aus Holthausen und Werner Hartke aus Darme, wo das Projekt maßgeblich umgesetzt worden ist. Sven Oltrop führte sie durch die Ausstellung. Der Mitarbeiter im Fachbereich Bauen und Umwelt wies dabei auf die verschiedenen Themenschwerpunkte hin und erklärte noch einmal, was im bisherigen Projektzeitraum umgesetzt worden sei. „Kleinere Maßnahmen im Projekt können wir noch bis September 2019 umsetzen“, erklärte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Zudem werde Sven Oltrop in Kürze noch einmal auf die beteiligten Schulen zugehen und Besichtigungen der umgesetzten Maßnahmen anbieten.

Zum Hintergrund: Sieben Verbundpartner, zu denen auch die Stadt Lingen (Ems) zählt, sind an dem Hotspot-Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ beteiligt. Seit 2013 setzen sich die Projektpartner für den Erhalt von Lebensräumen ein und werden dabei durch zahlreiche regionale Mitstreitern unterstützt. Finanziert wird das Projekt aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Für ihr Engagement erhielten die Verbundpartner im letzten Jahr eine Auszeichnung als offizielles UN-Dekade Projekt. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Zu den Verbundpartner zählen: Kreis Steinfurt, Landkreis Grafschaft Bentheim, Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland, Stadt Lingen (Ems), Biologische Stationen Kreis Steinfurt und Zwillbrock sowie Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Das südliche Emsland und die nördliche Westfälische Bucht zählen zu einer von 30 Regionen, die wegen ihrer Mannigfaltigkeit an Arten und Lebensräumen als Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland definiert wurden. Sand ist dabei das verbindende Element. Magere Wegesäume mit blühenden Berg-Sandglöckchen und Heiden, in denen z.B. das Schwarzkehlchen brütet, sind typisch für die Landschaft im „Hotspot 22“. Das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ will diese und weitere Lebensräume fördern und vernetzen.