VVV Nordhorn schaut optimistisch in die Zukunft
Der Geschäftsführer Matthias Bönemann, der erste Vorsitzende Dr. Nils Kramer und sein Stellvertreter Thomas Reichardt (v.l.n.r.) bereiten Themen für die VVV-Strategie 2023 vor. Ein Bestandteil: das Tagesausflugsziel Nordhorn. (Quelle: VVV Nordhorn)

VVV Nordhorn schaut optimistisch in die Zukunft

22. Juli 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

VVV erarbeitet eine Strategie für die nächsten fünf Jahre

Nordhorn. Nachdem auf der letzten Mitgliederversammlung des VVV-Stadt- und Citymarketings Nordhorn e.V. eine neue Satzung beschlossen und mit Dr. Nils Kramer ein neuer Vorsitzender gewählt wurde, haben Vorstand und Geschäftsstelle die letzten Wochen genutzt um erste inhaltliche Weichen für die Zukunft zu stellen. „Die Zusammenarbeit ist sehr harmonisch und von Gestaltungswillen geprägt. Wir schauen optimistisch in die Zukunft“, so der neue VVV-Vorsitzende Dr. Nils Kramer, „Der ganze Verein will etwas für Nordhorn und die Region bewegen.“

Nachdem die letzten Monate unter dem Interimsvorsitzenden Jochen Anderweit intensiv genutzt wurden, um die internen Fragen, insbesondere eine neue Satzung als effektiver Arbeitsgrundlage, abschließend zu klären und sich zu konsolidieren, richtet der VVV Nordhorn nun seinen Blick auf die zukünftigen Herausforderungen. Mit Gestaltungswillen und neuen Ideen möchte der VVV die zukünftige Arbeit angehen und die bewährte Arbeit der Geschäftsstelle weiterentwickeln. Vorstand und Geschäftsstelle haben hierzu eine Reihe von Themenfeldern erarbeitet und wollen hierauf die Strategie für die kommende Zeit aufbauen.

Ganz oben auf der Agenda steht dabei die stärkere Einbindung der mehr als 400 Mitglieder und deren Vernetzung über die Geschäftsstelle. „Wir haben hier ein ungeheures Potential“, stellt Kramer fest. „Viele Mitglieder wollen sich und ihre Ideen einbringen. Dies ist ein echter Mehrwert für den VVV und die Region.“ Als eine erste Maßnahme wurden so auch schnell die Voraussetzungen für eine neue Kommunikationsstruktur geschaffen. Endlich sei man im VVV-Turm nun auch technisch so ausgerüstet, dass die Mitglieder einfach und schnell erreicht werden können, so VVV-Geschäftsführer Matthias Bönemann.

Alle VVV-Mitglieder sind einem von vier Beiräten zu den Themen “Innenstadt”, “Tourismus und Gastronomie”, “Wirtschaft und Handel” und “Sport, Soziales und Kultur” zugeordnet, deren Sprecher im Vorstand vertreten sind und so für einen regen Informationsfluss sorgen können. “Die Beiräte sind die Diskussionsforen des Vereins”, so der stellvertretende Vorsitzende Thomas Reichardt, “hier können wir die Durchlässigkeit für Ideen und die Transparenz für alle Mitglieder erhöhen.”

Auf der Mitgliederversammlung Mitte März wurde angesichts des engen Haushaltes auch das Thema Finanzierungsstruktur deutlich angesprochen. “Die Forderung nach einer Verdopplung des städtischen Zuschusses des scheidenden Vorsitzenden Anderweit war und ist berechtigt”, so Thomas Reichardt weiter. “Ein qualifiziertes Stadtmarketing benötigt auch eine qualifizierte Ausstattung, hier könnte deutlich mehr geleistet werden!” Er betont, dass auch die damalige Erwartung von Bürgermeister Thomas Berling, parallel dazu die Struktur der Mitgliedsbeiträge zu überprüfen, vom VVV-Vorstand ernsthaft bearbeitet wird. Klar sei aber auch, dass der VVV als Verein abgesehen von den Mitgliedsbeiträgen kein Wirtschaftsunternehmen mit sprudelnden Einnahmen sei, sondern die geleistete Arbeit für Nordhorn auch im Wesentlichen von städtischer Seite gedeckt werden müsse.

“Natürlich müssen wir über die mögliche Finanzierung sprechen,” so der neue Vorsitzende Dr. Nils Kramer, “eine pauschale Erhöhung ohne konkrete Inhalte ist aber wenig zielführend. Deshalb freut es mich, dass der Vorstand meinem Impuls gefolgt ist und wir in den nächsten Wochen die VVV-Strategie 2023 entwickeln wollen.” Ziel des VVV ist es, mit der Strategie 2023 strategische Ziele und konkrete Handlungsfelder gemeinsam mit den Mitgliedern zu entwickeln, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Ein einfaches, aber umso bedeutenderes Beispiel ist die Zweisprachigkeit. Dieses strategische Ziel habe oberste Priorität für eine Grenzstadt wie Nordhorn, so Kramer, zur Zeit habe der VVV hier aber leider nur sehr eingeschränkte Mittel zur Verfügung um dieses Ziel mit konkreten Maßnahmen zu verfolgen. So fehlen für eine niederländische Variante der Homepage zur Zeit sowohl die personellen, als auch die finanziellen Ressourcen.

Ziele und Maßnahmen wie diese soll die in Arbeit befindliche VVV-Strategie 2023 benennen. Am Ende soll natürlich auch die Politik für diese Ideen begeistert werden, damit eine erfolgreiche Umsetzung finanziell abgesichert ist. “Eine solide Basis ist vorhanden”, so Kramer, “nun gilt es, die Zukunft zu gestalten.”