Vier Knotenpunkte für das Glasfasernetz in der Niedergrafschaft aufgestellt
Aufstellen eines POP in Emlichheim. (Foto: Franz Frieling)

Vier Knotenpunkte für das Glasfasernetz in der Niedergrafschaft aufgestellt

24. August 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Breitbandprojekt schreitet mit „Points of Presence“ (POP) voran

Emlichheim. Seit Mai 2018 ist die Firma Tiefbau Jörgensen & Schmidt aus Dänemark damit beschäftigt, Straßenseitenräume aufzugraben, um die Leerrohre für das neue Glasfasernetz in der Niedergrafschaft zu verlegen. In einigen Bereichen verlegt das Tiefbauunternehmen das Leitungsnetz nicht durch klassischen Einbau, sondern im Spülbohr- oder im Pflugverfahren. Auftraggeber ist die Breitband Grafschaft Bentheim GmbH & Co. KG (BGB) mit Sitz in Laar. Hinter der BGB stehen der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Samtgemeinden Emlichheim, Neuenhaus und Uelsen, die Gemeinde Wietmarschen sowie die nvb GmbH und die Stadtwerke Neuenhaus GmbH als Gesellschafter.

Auch wenn der Großteil der Bauleistungen sowie die Rohrleitungen und Glasfaserstränge im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt wird, ist die Investition in ein rund 400 km langes Glasfasernetz eine Investition in die Zukunft. Eine Investition, die Übertragungsraten auf der Datenautobahn von bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde erlauben. Kürzlich wurden die oberirdischen Knotenpunkte, die sogenannten POP aufgestellt. Im Fachjargon heißen diese Vermittlungsstellen „Point of Presence“. Insgesamt vier Stück hat die BGB in den Gemeinden Emlichheim, Neuenhaus, Itterbeck und in Wietmarschen aufstellen lassen. In den POP werden künftig die unterirdisch verlegten Glasfaserkabel zusammenlaufen.

Bis zu 1.100 Kunden können an einen POP angeschlossen werden. Mit den vier POP ist eine vollständige Versorgung des ca. 4.000 Haushalte umfassenden Ausbaugebietes gewährleistet. Wie Ansgar Duling, Geschäftsführer der BGB mitteilt, haben sich bereits rund 2.740 Kunden für einen modernen Glasfaseranschluss entschieden und jede Woche kommen ein paar neue Kunden hinzu. Der Glasfaseranschluss wird bis in das Haus des Kunden gelegt – also FTTH: Fiber To The Home. „Mit dieser Art des Hausanschlusses sind wir auf dem neuesten Stand der Technik und die Leistungsraten sind ohne Dämpfungsverluste, da man auf Kupferkabel verzichtet“, erläutert Duling. Den Betrieb des Glasfasernetzes übernimmt die Firma net services aus Flensburg, die ihre Dienstleistung über die Marke „Grafschafter Breitband“ vertreibt. Durch die FTTH-Technik werden dem Anschlusskunden garantierte Leistungsraten angeboten.

„Aber noch ist das Leitungsnetz nicht unter Licht“, fügt der für den technischen Bereich zuständige Geschäftsführer Jan-Hermann Hans (nvb GmbH) hinzu. In den kommenden Wochen werden die POP mit der nötigen Technik ausgestattet. Ab Oktober werden in die Leerrohre in Emlichheim die Glasfaserkabel eingeblasen. Die Geschäftsführer Hans und Duling hoffen, dass zum Ende des Jahres die ersten 400 Kunden an das Highspeednetz angeschlossen werden können. Projektabschluss im gesamten Ausbaugebiet soll Ende nächsten Jahres sein, sofern die Witterung mitspielt und es nicht zu Lieferengpässen oder zu unerwarteten Bauverzögerungen kommt.