Vechtetalschule Nordhorn verabschiedet Rektorin Ursula Hertrampf-Müller
„Ruheständlerin“ Ursula Hertrampf-Müller und Landrat Friedrich Kethorn bei der Verabschiedung. (Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim)

Vechtetalschule Nordhorn verabschiedet Rektorin Ursula Hertrampf-Müller

26. Juni 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Bau der Erweiterung gestartet

Nordhorn. Es waren gleich zwei „Großereignisse“, die Gäste und Gratulanten gestern in der Vechtetalschule am Mückenweg in Nordhorn zusammen brachten. Zum einen wurde die langjährige Schulleiterin Ursula Hertrampf-Müller in den Ruhestand verabschiedet, zum anderen startete mit dem symbolischen 1. Spatenstich der lang ersehnte Erweiterungsbau der Schule.

Landrat Friedrich Kethorn resümierte in seinen Grußworten die „Schulzeit“ der Rektorin, die im Februar 2009 die Leitung der Vechtetalschule übernommen hatte. Sie habe sich in dieser Zeit dafür eingesetzt, ihren Schülerinnen und Schülern nach Ablauf der Schulzeit ein weitgehend eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

„In ihrer Wirkungszeit an der Vechtetalschule wurde u. a. ein Verkehrsübungsplatz neu eingerichtet und die besondere Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen in Nordhorn führte zur Auslagerung und Führung eigener Klassen, um die Schülerinnen und Schülern an eigene Berufsfertigkeiten heranzuführen. Zur Einübung lebenspraktischer Fertigkeiten wurde zudem eine Trainingswohnung in einer ehemaligen Hausmeisterwohnung eingerichtet“, listete Kethorn auf.

Ursula Hertrampf-Müller zeichne sich durch einen offenen, toleranten Umgang, fachliche Kompetenz, persönliches Engagement und große Fürsorge für ihre Schülerinnen und Schüler aus. „Dafür möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen und Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute wünschen“, so der Landrat.

Im Vorfeld der Verabschiedung waren die Bauarbeiten des Erweiterungsbaus der Vechtetalschule mit dem 1. Spatenstich in Gang gesetzt worden. „Als die Vechtetalschule im Jahr 1992 als Ganztagsschule für rund 10 Mio. Euro vom Landkreis gebaut wurde, hat niemand erwartet, dass sie eines Tages erheblich erweitert werden muss“, ist sich Landrat Friedrich Kethorn sicher.

Das Gebäude ist seinerzeit für 90 bis 120 Schülerinnen und Schüler sowie für die erforderliche Anzahl an Lehrkräften, Pädagogen und sonstiges Betreuungspersonal konzipiert worden. Bereits nach wenigen Jahren mussten allerdings erstmals Fachräume zu allgemeinen Unterrichtsräumen umgebaut werden, da die Schülerzahlen unerwartet angestiegen waren.

Seit einigen Jahren reichen die Raumkapazitäten am Mückenweg nicht mehr aus. Da zunächst die Auswirkungen der Inklusion auf die Schülerzahlen der Vechtetalschule abgewartet werden sollten, reagierten Schule und Schulträger mit der Einrichtung von Außenstellen, dem Abschluss von Kooperationen mit anderen Einrichtungen und Schulen, der Umwidmung von Verwaltungsbereichen zu Unterrichtsräumen sowie der Anmietung von Containern.

Die Schulleitung, Lehr- und Betreuungskräfte, aber auch die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern stellten immer wieder ihren Einfallsreichtum und ihre Flexibilität unter Beweis, wenn es darum ging, die Unterrichtsversorgung in den vorhandenen Räumen sicherzustellen.

Das würde in Zukunft nicht mehr ausreichen, denn in den kommenden Jahren wird mit mehr als 200 Schülerinnen und Schülern pro Jahr gerechnet. Hinzu kommen die zur Unterrichtsversorgung und Betreuung erforderlichen Räumlichkeiten für Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gebaut werden zehn allgemeine Unterrichtsräume, jeweils mit Differenzierungsräumen, eine zusätzliche Lehrküche, Verwaltungs- und Besprechungsräume sowie Lagerflächen. Bei optimalem Verlauf der Bauarbeiten soll der Erweiterungsbau zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 fertiggestellt sein. Insgesamt investiert der Landkreis rund 3 Mio. Euro in diese Maßnahmen.