Stadt Haren dankt Flüchtlingsbetreuern mit Ausflug nach Amsterdam
Flüchtlingshelfer beim Ausflug nach Amsterdam. (Quelle: Stadt Haren)

Stadt Haren dankt Flüchtlingsbetreuern mit Ausflug nach Amsterdam

5. Oktober 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Integration wichtige gesellschaftliche Aufgabe

Haren (Ems). Die Stadt Haren (Ems) hat mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen 55 engagierten Flüchtlingsbetreuern mit einem Ausflug nach Amsterdam für ihr bisheriges Engagement gedankt. Erster Stadtrat Dieter Sturm betonte auf der Fahrt, dass die Integrationsbemühungen künftig noch stärker benötigt werden würden, da mit dem Schulbesuch der Kinder, den Sprach- und Integrationskursen sowie der Vermittlung in den Arbeitsmarkt wichtige gesellschaftliche Aufgaben begleitet werden müssten.

Mit dem Zustrom der Flüchtlinge 2015 und 2016 hatten sich auch in der Stadt Haren (Ems) fast 100 freiwillige Helfer gemeldet. Die Stadt habe deshalb Landesmittel zur Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit und Bürgergemeinschaft nicht zur sehr bürokratischen Erstattung von Benzinkosten, Eintrittsgelder oder für Material zur Sprachmittlung eingesetzt, sondern den Fördergrundsätzen entsprechend alle aktive Flüchtlingsbetreuer zu einer Fahrt eingeladen. In Amsterdam standen eine Stadtrundfahrt und eine Grachtentour auf dem Programm.

Auf der Hinfahrt erläuterte Sturm die aktuelle Entwicklung in der Flüchtlingsintegration. Die Stadt Haren (Ems) müsse nach der letzten Quote vom Dezember 2016 weiterhin 65 Flüchtlinge aufnehmen, die Städte und Gemeinden erhofften sich eine Neuberechnung nach der Landtagswahl in Niedersachsen. Derzeit seien noch 157 Personen im Bezug des Asylbewerberleistungsgesetzes, in der Spitze seien es rund 400 gewesen. Viele Flüchtlinge seien inzwischen in den Rechtskreis des Arbeitslosengeld II gewechselt, einige hätten eine Schul- oder Berufsausbildung begonnen. Dies gelte besonders für die Menschen aus Syrien und Afghanistan.

„Zu viele Flüchtlinge, besonders aus Afrika, Pakistan und Bangladesch warten weiter auf eine rechtskräftige Entscheidung ihres Asylverfahrens. Das wird noch Monate dauern und ist für alle Beteiligten sehr ärgerlich“, so Sturm. Andere Flüchtlinge hätten das Emsland verlassen. Die Mietverträge der für sie angemieteten Wohnungen und Häuser würden nun fristgerecht gekündigt und an die Eigentümer zurückgegeben. Für die notwendigen Renovierungen müssten vielfach die Kommunen aufkommen.