Schulanfang: Polizei gibt Tipps zum sicheren Busfahren
(Symbolbild, pixabay.com)

Schulanfang: Polizei gibt Tipps zum sicheren Busfahren

31. Juli 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Mit diesen Tipps gibt’s keinen Stress auf dem Bus-Schulweg

Emsland/Grafschaft Bentheim. Am Donnerstag der nächsten Woche, 4. August, ist in Niedersachsen Schulanfang. Viele Schülerinnen und Schüler werden dann erstmals eigenständig mit dem Bus zur Schule und wieder nach Hause fahren. Es können Erstklässler aber auch Fünftklässler sein. Im Landkreis Emsland sind es insgesamt etwa 2.500 Schülerinnern und Schüler und im Landkreis Grafschaft Bentheim betrifft es 600 Schülerinnen und Schüler. “Für die Schülerinnen und Schüler stellt die Busfahrt eine neue und spannende Erfahrung dar. Aber auch mit Problemen wie Drängeleien an der Haltestelle, Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern, vollen Bussen und Verspätungen können die Schülerinnen und Schüler konfrontiert werden”, so der Verkehrssicherheitsberater Klaus Wermeling vom Präventionsteam der Polizeiinspektion.

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei geben hier die wichtigsten Schulbusregeln für Kinder und Jugendliche:

  1. Die allerwichtigste Regel: Niemals – niemals! – vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen! Immer warten, bis der Bus abgefahren ist, erst dann kann man genau sehen, ob die Fahrbahn frei ist.
  2. Rechtzeitig von zu Hause losgehen. Kinder, die auf dem Weg zur Haltestelle hetzen müssen, achten nicht genug auf den Straßenverkehr.
  3. Nicht toben, laufen, Fangen spielen an der Haltestelle. Denn dabei kann ein Kind leicht auf die Fahrbahn geraten.
  4. Ranzen und Taschen in der Reihenfolge abstellen, in der man an der Haltestelle angekommen ist. Damit ist dann schon die Reihenfolge beim Einsteigen klar, niemand braucht an der Tür zu drängeln.
  5. Mindestens einen Meter Abstand zum heranfahrenden Bus halten. Das ist wichtig, denn in einer Haltebucht schwenkt die vordere rechte Ecke des Busses seitlich aus.
  6. Nicht gegen die Bustüren drücken! Bei Druck blockieren sie automatisch und öffnen sich erst recht nicht.
  7. Beim Einsteigen nicht drängeln. Sonst besteht die Gefahr, dass Kinder stolpern und stürzen.
  8. Die Fahrkarte schon vor dem Einsteigen bereithalten und dem Busfahrer unaufgefordert vorzeigen. Dann gibt es keinen Stau und keinen Zeitverlust und niemand braucht ungeduldig zu werden.
  9. Im Bus Ranzen und Taschen auf den Boden stellen oder auf den Schoß nehmen. Mit Ranzen auf dem Rücken sitzt man schlecht und unsicher. Taschen gehören nicht in den Mittelgang – Stolpergefahr! – und nicht auf die Sitzplätze, denn andere möchten auch sitzen.
  10. Muss man während der Fahrt stehen, hält man sich gut fest. Einen sicheren Stand einnehmen. Wenn man im Bus umherläuft oder steht, ohne sich festzuhalten, ist man bei einer Gefahrbremsung besonders verletzungsgefährdet.
  11. Beim Aussteigen auf andere Verkehrsteilnehmer (Radfahrer etc.) achten.
  12. Keine Angst vor den automatisch schließenden Türen. Man kann nicht eingeklemmt werden. Bei Widerstand öffnen sich die Türen von selbst.
  13. Zerstörungen und Verschmutzungen dem Fahrer melden. Solche Schäden sind teuer und wirken sich auf die Fahrpreise aus.
  14. Nothämmer sind keine Andenken. Diebstahl ist keine Kleinigkeit. Beim Unfall können fehlende Nothämmer schlimme Folgen haben.
  15. Eine Bitte an die Eltern. Wenn Sie Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder nach Hause fahren, parken Sie bitte nicht an den Haltestellen. Sie behindern die Busse und, schlimmer noch, die aus- und einsteigenden Kinder. Und warten Sie mit Ihrem Auto bitte nicht auf der gegenüberliegenden Straßenseite – das verleitet viele Kinder dazu, sofort nach dem Verlassen des Busses über die Straße zu rennen.

Der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst des Niedersächsischen Landtags stellt klar, dass Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes auch Schülerinnen und Schüler in Bardel betrifft. Foto: wikimedia:O. Nordsieck

Zu Beginn eines Schuljahres kommt es auch immer wieder zu Diskussionen und Beschwerden bezüglich der Schülerbeförderung. Häufige Kritikpunkte sind z.B.:

  • Die Busse sind zu voll.
  • Die Kinder müssen stehen und können sich dabei nicht halten.
  • Die Kinder stehen im Bereich der Trittstufen der Ein- und Ausstiege.

Hierzu einige Erklärungen:

  • Sitzplätze: in den Bussen dürfen nur so viel sitzende Schüler befördert werden, wie im Fahrzeugschein Sitzplätze ausgewiesen sind.
  • Stehplätze: in Omnibussen zur Schülerbeförderung sind Stehplätze vorgesehen. Z.B. sind in einem Gelenkbus ca. ebenso viele, teilweise sogar mehr Stehplätze als Sitzplätze vorgesehen und im Fahrzeugschein eingetragen. Der Landkreis Emsland und der Landkreis Grafschaft Bentheim empfehlen den Busunternehmern deutlich weniger als die gesetzlich zulässige Stehplatzzahl auszunutzen. Für Stehplätze müssen geeignete Halteeinrichtungen in ausreichender Anzahl vorhanden sein.
  • Nicht zulässig: Die Beförderung von stehenden Schülern auf den Trittstufen der Ein- und Ausstiege sowie neben dem Fahrersitz ist nicht zulässig. Wenn dennoch Kinder dort stehen, liegt es meist daran, dass die Schüler im Bus nicht aufrücken, z.B. weil sie bei einem Freund oder einer Freundin stehen bleiben wollen etc.
  • Führt eine Schülerin oder ein Schüler keine Fahrkarte mit, so muss sie/er den erforderlichen Fahrpreis bezahlen. (Die Schülerfahrkarten werden an den ersten Schultagen in der Schule an die anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler ausgehändigt.)




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