Schüler säen Blühwiese für heimische Insekten
Die Grundschüler waren mit viel Einsatz und Eifer an der Einsaat-Aktion beteiligt. Naturpädagogin Maike Hoberg (r.) vom Hotspotprojekt gab dazu Erläuterungen (Foto: Landkreis Emsland)

Schüler säen Blühwiese für heimische Insekten

16. April 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Hotspotprojekt von Naturschutzstiftung und Imkerverein Meppen – Gemeinsame Aktion

Meppen. Bunte Blumenwiesen im Garten und in der Landschaft sind selten geworden. Das beeinträchtigt nicht nur das Landschaftsbild, sondern hat auch tragische Auswirkungen auf Bienen, Schmetterlinge und Insekten: Sie finden keine Nahrung mehr. Dem wirkten die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland und der Imkerverein Meppen im Rahmen des Hotspotprojekts „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ entgegen, indem sie eine Blühwiese für heimische Insekten anlegten.

Die Grundschüler waren mit viel Einsatz und Eifer an der Einsaat-Aktion beteiligt. Naturpädagogin Maike Hoberg (r.) vom Hotspotprojekt gab dazu Erläuterungen (Foto: Landkreis Emsland)

Die Grundschüler waren mit viel Einsatz und Eifer an der Einsaat-Aktion beteiligt. Naturpädagogin Maike Hoberg (r.) vom Hotspotprojekt gab dazu Erläuterungen
(Foto: Landkreis Emsland)

Unterstützt wurden sie dabei von Drittklässlern der Grundschule Bokeloh. Tatkräftig gruben sie um, harkten und bereiteten so die rund 300 m² große Fläche am Kossehof in Meppen auf die Einsaat vor. Von besonderer Bedeutung war auch die Wahl des richtigen Saatguts. „Züchterisch verändertes oder aus anderen Klimazonen stammendes Saatgut bietet oft keine Nahrung für heimische Insekten. Nur zertifiziertes, regionales Saatgut mit Blumen aus der Region kann von den hiesigen Insekten genutzt werden“, erläutert Maike Hoberg vom Hotspotprojekt. Darauf sollten auch Hobbygärtner beim Kauf von Saatgut achten, so Hoberg weiter.

In diesem und künftigen Sommern soll die frisch angelegte Blumenwiese am Bienenlernstandort des Imkervereins Meppen die Insekten anlocken. Die Wahl der Fläche ist somit kein Zufall. Am vom heutigen Ehrenvorsitzenden Carl Drescher gegründeten Lehrbienenstand finden Schulungen für Jungimker statt und werden Schulklassen empfangen. Auch die Schüler der Grundschule Bokeloh erhielten nach der Einsaat-Aktion einen spannenden Einblick in die Arbeit mit den Bienenvölkern.

Bereits seit 147 Jahren widmet sich der Imkerverein Meppen der Hege und Pflege der Bienen. Die 91 Mitglieder züchten mit ihren insgesamt 620 Bienenvölkern sanftmütige und robuste Bienen. „Wer sich den Bienen verschrieben hat, macht sich nicht nur Gedanken um ihr Wohlbefinden, sondern auch um das ihrer nächsten Verwandten, den Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten“, sagt Klaus Mann, erster Vorsitzender des Imkervereins. So war es Ehrensache für den Verein gemeinsam mit dem Hotspotprojekt der Naturschutzstiftung des Landkreis Emsland durch die Anlage der bunten Blumenwiese einen Beitrag zur Förderung der heimischen biologischen Vielfalt zu leisten. Das Hotspotprojekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ fördert und setzt Maßnahmen im Emsland um, die die Biodiversität der heimischen Tier- und Pflanzenarten erhalten.

Begeistert von der Aktion und dem Einsatz aller Beteiligten, zeigte sich auch Gerhard Gels, zweiter stellvertretende Bürgermeister der Stadt Meppen, der die Initiative vor Ort ebenfalls begleitete.



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