Ratgeber Gesundheit: Sonnenschutz – Ein wichtiger Beitrag zur Hautgesundheit mit Anti-Aging-Potenzial
Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel brennt, ist ein ausreichender Hautschutz von großer Wichtigkeit.

Ratgeber Gesundheit: Sonnenschutz – Ein wichtiger Beitrag zur Hautgesundheit mit Anti-Aging-Potenzial

6. Juni 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Tipps für eine Bräune ohne Lichtschäden

Sommer, Sonne, Sonnencreme – diese drei Dinge gehören fest zusammen. Sonnencreme schützt die Haut vor einem Sonnenbrand und trägt dazu bei, das Risiko für Hautkrebs zu reduzieren. Der Grund dafür ist, dass Sonnencreme das unsichtbare UV-Licht filtert. Dieses kann Schäden an der Haut und am Erbgut der Zellen hervorrufen. Bei Kindern ist ein ausreichender Sonnenschutz besonders wichtig: Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb der Lichtschutzfaktor (LSF) mindestens 30 betragen sollte.

Bei der Auswahl der richtigen Sonnencreme spielt der Breitband-Spektrum-Schutz eine wichtige Rolle, mit dem jedoch nicht jede Sonnencreme ausgestattet ist. Der Breitband-Schutz sorgt dafür, dass die Haut sowohl vor UV-A-Strahlung als auch vor UV-B geschützt wird. UV-B-Strahlung ist energiereicher und gilt deshalb als besonders schädlich. Dennoch muss die Haut vor beiden Arten der UV-Strahlung geschützt werden. Auch für die natürliche Sonnenbräune macht es einen Unterschied, ob die Haut UV-A oder UV-B ausgesetzt ist: Wenn die Bräunung ausschließlich durch UV-A-Strahlung angeregt wird, reicht ihre Schutzwirkung nicht aus, um der UV-B-Strahlung etwas entgegenzusetzen. Für einen Sonnenbrand ist vor allem das UV-B-Licht verantwortlich. UV-A-Strahlung lässt hingegen die Haut altern und dringt sogar durch Glas. Für das Hautkrebsrisiko sind beide Strahlungsarten relevant.

Viele Menschen empfinden es als lästig, Sonnencreme aufzutragen, doch letztlich ist es eine Frage der Gewohnheit. In jedem Fall ist ein wenig Geduld erforderlich. Die Sonnencreme sollte etwa 20 Minuten lang einziehen, bevor es in die Sonne geht, damit der Schutz auch wirklich aktiv ist. Darüber hinaus bleiben auf diese Weise weniger Rückstände an der Kleidung haften. Eine Alternative zu Sonnencreme ist ein Sonnenspray, das sich leichter auftragen lassen soll. Wasser- und schweißfeste Sonnencreme bietet den Vorteil, dass sie nicht so schnell abgewaschen wird. Dies trifft auch auf den liposomalen Sonnenschutz zu, wie ihn zum Beispiel medpex anbietet.

Auch im Schatten gibt es UV-Strahlung, da der Schatten lediglich etwas dunkler ist als die Umgebung – UV-Licht ist hingegen unsichtbar. Im Freien ist es zudem nahezu unmöglich, sich ausschließlich im Schatten aufzuhalten. Deshalb ist es wichtig, nicht nur beim Sonnenbaden, sondern auch beim „Schattenbaden“ nicht auf die Sonnencreme zu verzichten. Die passende Kleidung trägt ebenfalls zum Sonnenschutz bei. Im Spaghettiträger-Top sind vor allem die Schultern und der Nacken hilflos der Sonne ausgesetzt. Ein Hut mit breiter Krempe, ein luftiges Shirt oder ein Maxikleid bieten hingegen mehr Schutz vor direkter Sonnenstrahlung. Rollos im Haus, Sonnensegel auf der Terrasse oder Sonnenschirme am Strand leisten ebenfalls einen Beitrag zum Sonnenschutz.

Sonnencreme & Co. schützen jedoch nicht nur die Gesundheit der Haut, sondern tragen auch zu ihrem Erscheinungsbild bei. Hautschäden, die durch UV-Licht verursacht werden, lassen die Haut schneller altern. Eine Studie des Herstellers Johnson & Johnson legt sogar einen messbaren Anti-Aging-Effekt von Sonnencreme nahe. An der wissenschaftlichen Untersuchung nahmen 32 Frauen teil, die ein Jahr lang jeden Tag Sonnencreme auf dem Gesicht anwendeten. Die Creme besaß einen Lichtschutzfaktor von 30 und verfügte über einen Breitband-Spektrum-Schutz. Zu mehreren Messzeitpunkten ermittelten die Forscher, wie sich die Haut objektiv veränderte und wie die Teilnehmerinnen die möglichen Veränderungen selbst einschätzten. Sowohl die objektiven Daten als auch die subjektiven Einschätzungen deuten auf einen Anti-Aging-Effekt der Sonnencreme hin. Die Lichtschäden nahmen ab und leichte Verfärbungen der Haut gingen zurück. Die Textur verbesserte sich, während die Haut insgesamt klarer wurde. Viele der teilnehmenden Frauen gaben in der Selbsteinschätzung zudem an, ihre Falten hätten sich reduziert.

Ist Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor also eine mögliche Alternative zu teuren Anti-Aging-Cremes? Die Autoren der Studie formulieren ihre Ergebnisse selbst vorsichtig – die tägliche Nutzung von Sonnencreme könnte auch bereits bestehende Hautschäden, die durch Lichteinfluss entstanden sind, rückgängig machen. Fest steht jedoch, dass die Ergebnisse vielversprechend aussehen. Dass Sonnencreme vor neuen Schäden durch UV-Strahlung schützt, gilt als anerkannt. Es spricht deshalb viel für die Verwendung von Sonnencreme – sowohl zum Wohle der Gesundheit als auch für das optische Hautbild.