Ratgeber Finanzen: Bargeld – Zahlen mit Münzen und großen Scheinen
(Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Ratgeber Finanzen: Bargeld – Zahlen mit Münzen und großen Scheinen

6. April 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Mit wie großen Scheinen oder wie vielen Münzen darf ich zahlen?

Hannover. Zu viel Kleingeld im Portemonnaie finden viele lästig. Eine beliebte Sparmethode ist es daher, täglich oder wöchentlich den Geldbeutel zu leeren und die Münzen in eine Spardose zu stecken. Doch wie geht es dann weiter? Müssen Geschäfte jeden Betrag in Münzen annehmen? Und wie ist es mit Geldscheinen? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen gibt Tipps zum Thema Bezahlen.

Das Sparschwein schlachten und die ersehnten Schuhe oder die Konzertkarte mit einem Haufen Kleingeld bezahlen? Ganz so einfach ist es leider nicht. „Niemand ist verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen“, erklärt Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Und auch geringere Mengen müssen nicht akzeptiert werden, wenn das Zählen den Betriebsablauf stört – sich beispielsweise eine lange Schlange an der Kasse bildet.“ Der bessere Weg ist es daher, gesammelte Münzen kostenlos bei einer Filiale der Deutschen Bundesbank einzutauschen: Das Geld wird lose angenommen, muss vorher also nicht sortiert und gerollt werden. Wer dagegen den Bargeldservice seiner Bank oder Sparkasse nutzen möchte, sollte sich dort vorab über Möglichkeiten und Kosten informieren.

Annahme von großen Scheinen

Bei Banknoten sieht es anders aus: „Geldscheine sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Das heißt, sie müssen unbegrenzt angenommen werden“, erklärt Gernt. Ausnahmen gibt es dennoch: Die Annahme großer Scheine kann per Aushang ausgeschlossen werden. Und auch wenn der Wert des Geldscheins nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Ware oder Dienstleistung steht, kann er abgelehnt werden. „Das wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Kunde eine Packung Kaugummi oder eine Busfahrkarte mit einem Hunderteuroschein bezahlen möchte“, so Gernt.

Und noch ein Tipp: Beschädigte Banknoten ersetzt die Deutsche Bundesbank kostenlos. Es muss jedoch mehr als die Hälfte des Scheins eingereicht oder nachgewiesen werden, dass der Rest vernichtet ist. Daher sollten auch kleinste Schnipsel stets eingesammelt werden!