Polizeikontrolle auf der A30: Verfolgungsjagd, Drogen, ungesicherte Gefahrenstoffe und 218 km/h in einer 60er Zone
Die Beamten hatten bei der Kontrolle viel zu tun. (Quelle: Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim)

Polizeikontrolle auf der A30: Verfolgungsjagd, Drogen, ungesicherte Gefahrenstoffe und 218 km/h in einer 60er Zone

13. April 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Viele Verstöße bei behördenübergreifender Großkontrolle in Gildehaus

Gildehaus. Am Donnerstag haben knapp 80 Polizeibeamte und Mitarbeiter anderer Behörden eine Großkontrolle auf dem Autobahnrastplatz Waldseite Süd an der A30 durchgeführt. Zwischen 12 und 20 Uhr wurden dabei 282 Fahrzeuge kontrolliert. Polizisten unterschiedlicher Einheiten sowie Mitarbeiter von Zoll, Bundesamt für Güterverkehr, Gewerbeaufsichtsamt, Umweltministerium Niedersachsen und der Polizei aus den Niederlanden, stellten dabei zahlreiche Verstöße unterschiedlichster Art fest.

Zu den spektakulärsten Fällen zählte hier vor allem eine Verfolgungsfahrt mit einem niederländischen Staatsangehörigen. Der Mann und sein VW Golf sollten in den frühen Mittagsstunden von einer Zivilstreife des Grenzüberschreitenden Polizeiteams (GPT) angehalten und kontrolliert werden. Die Beamten nahmen auf der A30 in Höhe des Autobahnkreuzes Schüttorf die Verfolgung des Fahrzeuges auf. Der Fahrer ignorierte das Haltesignal der Polizisten und versuchte mit hoher Geschwindigkeit vor ihnen zu flüchten. Er befuhr dabei den Standstreifen und überholte zahlreiche Autos rechts. Mit Unterstützung weiterer ziviler Streifenfahrzeuge konnte der Golf eingekeilt und kontrolliert heruntergebremst werden. Der Fahrer wurde festgenommen. Eine Durchsuchung seines Autos führte zum Auffinden von 100 Gramm Haschisch. Zu einem weiteren größeren Drogenfund kam es bei einem polnischen Staatsbürger. Bei der Kontrolle seines Autos wurden insgesamt 50 Gramm Marihuana entdeckt. Der Fahrer stand außerdem unter Drogeneinfluss.

Von den insgesamt 129 kontrollierten Fahrzeugen des Schwerlast- und Güterverkehrs wurden 43 beanstandet. Mehrere Transporte mussten komplett stillgelegt werden. Ein Sattelzug aus der Ukraine hatte mangelhaft gesicherte Gefahrstoffe transportiert. Bei der folgenden Nachsicherung traten Teile des Gefahrstoffes aus. Technikspezialisten der Polizei konnten das Leck abdichten. Eine Gefahr für Menschen bestand nicht. Die entstandenen Verunreinigungen wurden von der Autobahnmeisterei beseitigt.

Einsatzbegleitend wurde der eigens eingerichtete Geschwindigkeitstrichter an der Kontrollstelle durch Radarmessungen überwacht. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf Höhe des Rastplatzes auf 60 Kilometer in der Stunde reduziert. Insgesamt wurden 3682 gemessen. Es wurden 170 Verstöße festgestellt, davon 33 mit Fahrverboten. Der traurige Spitzenwert lag bei 218 Kilometern in der Stunde. Von zwölf ausländischen Verkehrsteilnehmern wurden nach Verstößen insgesamt 2380 Euro an Sicherheitsleistungen einbehalten.