Papenburg soll „Fairtrade-Town“ werden
Im Mittelpunkt der Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport stand am Mittwochabend auch der Antrag, dass Papenburg „Fairtrade-Town“ werden soll. Dazu hatten auch Natascha Speller und Markus Kaulbach von der BBS Papenburg fair gehandelte Produkte mitgebracht und erläutert, wie an der Schule bereits jetzt faire Erzeugnisse angeboten werden. (Quelle: Stadt Papenburg)

Papenburg soll „Fairtrade-Town“ werden

20. April 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport beschließt Umsetzung

Papenburg. Einstimmig hat der Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport am Mittwochabend beschlossen, dass Papenburg „Fairtrade-Town“ werden soll. Dahinter verbirgt sich eine Auszeichnung, die Städte und Gemeinden für fair gehandelte Produkte erhalten können. „Wir benötigen diesen Beschluss und müssen darüber hinaus noch weitere Anforderungen erfüllen, um ,Fairtrade-Town‘ werden zu können“, erklärte Andrea Kruse von der Stadt Papenburg. Die Ehrenamtsbeauftragte leitet in der Verwaltung das Projekt „Fairtrade-Town“ und erläuterte, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um den prestigeträchtigen Titel zu erhalten. „Die Stadt muss im Rat beschließen, den fairen Handel zu unterstützen. So kann es zum Beispiel bei Sitzungen fair gehandelten Kaffee geben.“ Zudem müsse auch der Papenburger Einzelhandel in bestimmtem Maße faire Produkte anbieten, es brauche eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit sowie eine lokale Steuerungsgruppe und Angebote von fairen Produkten in öffentlichen Einrichtungen.

Für die lokale Steuerungsgruppe konnte die Papenburger Gruppe „Global denken – Lokal handeln“ gewonnen werden. „Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit den Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Ökologie“, erklärt Kruse. „Wir haben hier gute Partner gefunden, die uns bei der Verbreitung fair gehandelter Produkte unterstützen.“ Ebenfalls Unterstützung erhält das Vorhaben „Fairtrade-Town“ von den Berufsbildenden Schulen (BBS) Papenburg. Zwei Schüler stellten die Angebote von fair gehandelten Produkten des „Eine-Welt-Kiosk“ der Schule in der Sitzung vor. Dort können die Schüler und Lehrer bereits seit einiger Zeit fair gehandelten Kaffee, Schokolade oder Tee kaufen. Zudem plant die BBS eine Zertifizierung als Fairtrade-Schule an. „Das passt sehr gut zu unseren Bemühungen“, sagt Kruse. Am Ende stimmte der Ausschuss einstimmig für die Planungen.