Nachgebölkt!: Der Meerschweinchen-Präsident
Das bölkende Tier mit der Meerschweinchen-Frisur ist neuer US-Präsident. (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Nachgebölkt!: Der Meerschweinchen-Präsident

9. November 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Die EVN-Kurzkolumne zum Tagesgeschehen

Von Volker Kikkert. Das um sich beißende Tier mit der ungesunden Hautfarbe hat es tatsächlich geschafft und sich auf den Thron der Amerikaner gebölkt. Mit Hasstiraden, Lügen, sexistischem Verhalten und allerhand anderem widerwärtigen Kram. Im Grunde genommen also mit dem selben Programm, das Frauke Petry in Deutschland abfährt. Auch sie greift gerne mal Frauen in den Schritt, in erster Linie sich selbst. Was das für die nächste Wahl bedeutet, mag jeder für sich selbst überlegen.

Nachgebölkt! - Die EVN-Kurzkolumne zum aktuellen Tagesgeschehen. (Bildgrundlage: pixabay.com, Bearbeitung: Katharina Silbersdorff)

Nachgebölkt! – Die EVN-Kurzkolumne zum aktuellen Tagesgeschehen.
(Bildgrundlage: pixabay.com, Bearbeitung: Katharina Silbersdorff)

Freund Meerschweinchen-Frisur darf nun also das mächtigste Land der Welt regieren, vor allem mit den Stimmen der ungebildeten Bürger, die auf ihrem Arsch sitzend immer noch glauben, ein Anrecht auf ein eigenes Haus und einen nagelneuen Spritschlucker auf der Auffahrt zu haben. Die meinen, dass in einer globalisierten Welt, in der dir eine Inderin für ein paar Cent T-Shirts näht, der Mindestlohn nicht ausreicht. Und die glauben, dass alles egal ist, nur ein Wandel her muss. Scheiß drauf, wer ihn herbeiführt und was darüber gesagt wird. So – und nicht über Inhalte – generieren die AfD und andere rechte Parteien übrigens auch ihre Wählerschaft.

Wie gut, dass in Deutschland die Gymnasien aus allen Nähten platzen. Auch wenn längst nicht alle Schüler dafür geeignet sind, das Abitur auch zu schaffen, so nährt das doch die Hoffnung, junge Menschen zu ein bisschen mehr Kritikfähigkeit abseits des Herumkloppens auf Minderheiten zu erziehen. Zu ein bisschen mehr Weitsicht und weniger Egoismus. Dazu, sich selbst und das eigene Land nicht so verdammt wichtig zu nehmen.

Es ist (noch) nicht das Ende der Welt, dass ein Donald Trump US-Präsident geworden ist. Es ist jedoch sehr traurig, dass davon ein gefährliches Signal ausgeht. Nämlich, dass es in Ordnung ist, ein egoistisches, unfähiges, unfaires und manipulatives menschliches Wesen zu sein, das auf Knopfdruck Empathie – oder die ganze Welt – ausschalten kann. Nur Bölken – das kann er wirklich, der Herr Kollege.