Mückeninvasion: Kommt die Plage auch in die Grafschaft und das Emsland?
Mücken - Dieses Jahr gibt es von ihnen besonders viele. (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Mückeninvasion: Kommt die Plage auch in die Grafschaft und das Emsland?

28. August 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Feuchtes Wetter und die warme Luft der letzten Tage sind die ideale Kombination für die Verbreitung von Stechmücken

Um Eier bilden zu können, brauchen die weiblichen Mücken Blut. Dieses finden sie unter anderem bei uns Menschen und nehmen pro Stich bis zu drei Mikroliter auf. Durch ihren speziellen Rüssel stechen Mücken vor allem in kleine Blutgefäße ein und geben dabei eine Speichelflüssigkeit ab, die betäubt. Das menschliche Immunsystem löst letztlich Juckreiz und kleine Schwellungen aus, die wir als Mückenstiche kennen.

Mücken - Dieses Jahr gibt es von ihnen besonders viele. (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Mücken – Dieses Jahr gibt es von ihnen besonders viele.
(Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Warum es in manchen Jahren mehr Stechmücken auf Blutsuche gibt als in anderen, liegt hauptsächlich an den Wetterverhältnissen und der Umgebung. Mückenweibchen legen durchschnittlich 200 bis 400 Eier an einer ruhig stehenden Wasseroberfläche ab. Zudem ist ihre Vermehrung temperaturabhängig, im Sommer dauert diese nur wenige Tage.

Forscher warnen vor einem Süd-Nord-Gefälle, da vor allem der viele Niederschlag im Süden die beste Voraussetzungen für die Vermehrung der Plagegeister ist. Aber auch der Norden kann mit mehr Mücken rechnen, als es in den letzten Jahren der Fall war. 2014 und 2015 seien nämlich wegen der Trockenheit eher schlechte Zeiten für die Vermehrung der Mücken gewesen, berichtet „Die Welt“.

Um die Plagegeister zu vermeiden, sollte man die Population im eigenen Garten möglichst klein halten, das heißt Wasserreste oder ähnliches nicht offen stehen lassen, da auch hier Mücken ihre Eier ablegen können. Damit die Mücke nicht zum unerwünschten Gast im eigenen Haus wird, bietet es sich an, Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen anzubringen.

Viele Mücken werden von dunklen Farben angezogen, also kann es ratsam sein, im Sommer eher helle Kleidung anzuziehen. Wirkungsvollen Schutz bieten unter anderem auch chemische Abwehrmittel. Diese wirken vor allem mit einem Anteil an DEET (Diethyltoluamid) und beugen so knapp acht Stunden Mückenstiche vor. Trotzdem ist mit diesem Mittel Vorsicht geboten, da der Wirkstoff DEET Schleimhäute und Augen reizen kann. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät deshalb zu Anti-Mücken-Mitteln mit dem Wirkstoff Icaridin, der zwar nach fünf Stunden aufgefrischt werden sollte, jedoch mit keinen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. (alw)