„Mammobil“ ab sofort in Papenburg
Direkt auf dem Ölmühlenplatz steht seit gut einer Woche das Mammobil. Rund 6.000 Frauen aus Papenburg und Rhede werden hier zur Vorsorge-Untersuchung eingeladen. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (links), Gleichstellungsbeauftragte Andrea Kruse und Andreas Kamphaus von der Praxis Drewes und Partner empfehlen allen Frauen, die Termine wahrzunehmen. (Foto: Stadt Papenburg)

„Mammobil“ ab sofort in Papenburg

23. August 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Mobile Screening-Einheit macht Station

Papenburg. Rund 6.000 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben in Papenburg und Rhede nun Post vom Mammobil bekommen. Die mobile Arztpraxis steht seit Mitte August auf dem Ölmühlenplatz. „Mit dem Mammobil können Frauen sich frühzeitig auf Brustkrebs untersuchen lassen. Je eher man ein Karzinom entdeckt, umso leichter ist es zu behandeln“, erklärt Andreas Kamphaus von der Praxis Drewes und Partner aus Osnabrück. Er leitet das Mammobil, das im gesamten Emsland, der Grafschaft Bentheim in Osnabrück unterwegs ist. Das Mammobil ist dabei in einem LKW-Anhänger untergebracht und enthält eine gesamte Screening-Einheit mit Röntgengerät. „Die Untersuchungen dauern meistens keine zehn Minuten“, weiß Kamphaus zu berichten. Und weil alle betroffenen Frauen eine eigene Einladung mit direkter Terminvergabe erhalten, sei die Rückläuferquote auch sehr groß. „In der Regel nehmen mehr als 70 Prozent der Frauen die Einladung wahr und kommen zur Untersuchung.“

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Papenburg, Andrea Kruse, und Bürgermeister Jan Peter Bechtluft sind von diesem Konzept überzeugt. „Mit dieser Art der Früherkennung können ja wirklich Leben gerettet werden“, sagt Bürgermeister Bechtluft. „Gerade im ländlichen Raum ist ein solches zusätzliches Angebot ein gute Ergänzung“, fügt Andrea Kruse hinzu. Bereits seit 2005 gibt es das Mammobil in Deutschland. Es wird vom Gesundheitsministerium gefördert und ist auch alle zwei Jahre in Papenburg zu Gast. „Wir können allen Frauen nur dringend empfehlen, die angebotenen Termine wahrzunehmen. Wer zu der angegebenen Zeit nicht kann, kann im Übrigen ganz leicht im Internet einen neuen Termin vereinbaren“, sagt Andreas Kamphaus. Auf dem Ölmühlenplatz sei das Mammobil auch gut zu erreichen und, sowohl mit dem Rad wie mit dem Auto. „Wir sind noch bis zum November hier und hoffen, dass möglichst viele der 6.000 angeschriebenen Frauen die Möglichkeit zur Vorsorge wahrnehmen.“