London: das New York von Europa
Die London Bridge - imposant, mächtig und uralt. Foto: Anna Franzen

London: das New York von Europa

21. März 2015 0 Von slindschulte

Ein persönlicher Reisebericht

Anna Franzen. Ich gehe einmal davon aus, dass es viele Reisebegeisterte gibt, die gerne wissen wollen, wie man günstig reist und am besten noch in eine der beliebtesten, aber auch teuersten Metropolen Europas.

Vor ein paar Jahren habe ich mit einigen Freunden einen typischen Städtetrip nach London gemacht. Diese Stadt kennen ja die meisten aus Notting Hill oder Tatsächlich Liebe. Mit „typisch“ meine ich in dem Sinne, dass wir damals als Studenten wenig Geld hatten und wir uns keinen Luxus leisten konnten. Bei einer Städtereise bist du den ganzen Tag unterwegs und brauchst nur eine Bleibe zum Übernachten und duschen. Wir wussten uns aber zu helfen, was so einen typischen Trip in die Großstadt anging.

Immer zu empfehlen: Das London Eye. Jedoch nichts für Reiselustige mit Höhenangst. Foto: Anna Franzen

Immer zu empfehlen: Das London Eye. Jedoch nichts für Reiselustige mit Höhenangst. Foto: Anna Franzen

Wer in Norddeutschland lebt, der sollte auf jeden Fall von Bremen aus nach London fliegen, ist einfach kürzer und günstiger. Wir haben… Trommelwirbel… 16€ hin und zurück für die Flüge mit Ryanair bezahlt. Und wer jetzt denkt, so ein Angebot war damals, das bekommt man heute nicht mehr, der liegt falsch! Am besten bucht man den Flug ca. zwei bis drei Monate vorher. Ryanairs Flughäfen sind immer etwas außerhalb von den großen Städten, aber mit Bussen kommt man sehr günstig in die Stadt. So ist es auch bei London Stansted.

Hotels inklusive Frühstück sind wahnsinnig teuer. Deshalb empfehle ich ein Hostel. Ich war damals mit Freunden in einem Dreierzimmer im Generator Hostel. Top Location und günstig: 4 Übernachtungen für insgesamt 80£ inklusive Frühstück. Zum damaligen Kurs waren das ca. 100€. Flug und Übernachtungen kosteten mich also 116€. Wir blieben vier Tage. Verrückt, aber machbar.

Für die U-Bahn holt ihr euch am besten die Oyster Card. Die kann man sich für die Tage, die man in London ist, entsprechend aufladen.

So ein Städtetrip sollte vorab schon einmal geplant werden. Wie lange brauche ich vom Hostel zum Big Ben oder Madame Taussauds. Was liegt wo in der Nähe und wie lange brauche ich von A nach B? Wie ist das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und muss ich Tickets für das London Eye vorbestellen? Viele Fragen kann man vorab klären, sei es durch einen Reiseführer oder das Internet. Ich empfehle auch vom Hostel oder Hotel aus Tickets für Madame Taussauds oder das London Eye vorzubestellen. So steht ihr nicht so lange an und habt mehr vom Tag. Auch Musicals bucht man am besten vom Hotel/Hostel aus. Solche Tickets sind gar nicht mal so teuer.

Abends ist in London eine ganze Menge los. Foto: Anna Franzen

Abends ist in London eine ganze Menge los. Foto: Anna Franzen

Eine Städtetour in 3 Tagen

Ganz wichtig ist der Wechsel der Wachen am Buckingham Palace. Das müsst ihr euch anschauen. Diese royale Zeremonie findet jeden Tag statt und beginnt um 11.30 Uhr. Ich empfehle euch rechtzeitig dort zu sein, damit ihr gut sehen könnt. Vor dem Buckingham Palace ist eine Statur mit Erhöhung, dort hat man eine gute Sicht oder man stellt sich an eine der Einfahrten/Tore. Wir haben nämlich genau das getan und ganz vorne gestanden. Erst haben wir gedacht, dass wir einen richtig blöden Platz haben, weil sich alles beim anderen Tor abgespielt hat, aber dann kam die zeremonielle Ablösung auch noch zum anderen Tor. Wir hätten die Soldaten beim Einmarsch fast anfassen können, so dicht waren wir dran. Wer sich ein bisschen für so etwas interessiert, dem sei die Zeremonie wirklich ans Herz gelegt.

Nachmittags geht ihr am besten zum London Eye und zum Big Ben. Die Aussicht von dem London Eye, also dem Riesenrad, ist wirklich toll. Besichtigt auch auf jeden Fall das Museum direkt beim London Eye, das lohnt sich. Ihr könnt die Tickets gleich mitbuchen.

Madame Taussauds war für mich auch wirklich ein Highlight. Prinz Harry, Britney Spears, James Bond, Will Smith, alle waren da. Sogar mit der Royal Family konnte man Fotos schießen, die haben einfach perfekt still gehalten.

Am nächsten Tag wäre dann Zeit für den Tower of London und die Tower Bridge. Den Piccadilly Circus empfehle ich zum Abend, wenn es dunkel ist. Aber umgehauen hat mich das nun wirklich nicht. Jetzt habe ich auch den Vergleich zum New York Times Square und dann wirkt der Piccadilly Circus echt klein. Aber auf dem Platz gibt es reges Treiben und man sieht immer wieder die berühmten roten Dachdeckerbusse. London pur also. Es gibt auch einige Kneipen um gemütlich abends einzukehren, nachdem man den ganzen Tag durch die Stadt gejagt ist.

Notting Hill lockt mit kleinen Sehenswürdigkeiten und einem unschlagbarem Charme. Foto: Anna Franzen

Notting Hill lockt mit kleinen Sehenswürdigkeiten und einem unschlagbarem Charme. Foto: Anna Franzen

Für den letzten Tag schlage ich vor, den Stadtteil Notting Hill zu besuchen. Den Buchladen aus dem gleichnamigen Film, in dem Hugh Grant alias William Thacker arbeitet und die berühmte Anna Scott alias Julia Roberts zum ersten Mal trifft, gibt es wirklich. Anschließend gönnt ihr euch ein paar Leckereien vom Camden Market. Die Verkäufer lassen euch sehr gerne die verschiedenen Speisen aus aller Welt probieren. Vielleicht könnt ihr noch das ein oder andere Schnäppchen auf dem Markt machen? Dort wird alles verkauft, wie ein großer Flohmarkt.

Warum eigentlich „das New York von Europa“?

Well, London ist bekannt für das Financial Business. Hier werden die ganz großen Deals gemacht und Geschäfte abgewickelt mit Summen, die man sich nicht vorstellen kann. Auch die Gebäude in London zeigen die moderne Welt des Kapitalismus. Dabei schafft es die Stadt aber sich durch Ecken, wie am Picadilly Circus mit den kleinen Kneipen, die Gemütlichkeit beizubehalten. Auch in New York City ist dies noch der Fall, gerade, wenn man durch Little Italy spaziert. Aber das wird ein anderes Mal zum Thema.

Picadilly Circus, Banken, Aktiengesellschaften, die Börse – all das ähnelt dem Big Apple doch gewaltig. Anzugträger neben Homeless People, verschiedene Ethnien, mächtige und moderne Gebäude neben zerfallenen Häusern, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Stadtbezirken, alles ähnelt sich doch erstaunlich bei beiden Metropolen. Auch nach London kommt man um seine Träume zu verwirklichen und viele sind dort schon geplatzt…

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Lust auf London machen. Wenn ihr Fragen habt oder Tipps für eine Reise benötigt, dann meldet euch einfach bei mir. Ich habe schon einige bei der Planung ihrer Reisen unterstützt. Mittlerweile möchte ich behaupten die besten Plattformen zu kennen, aber wenn euch noch welche einfallen, dann immer her damit.

Interesse geweckt? Schaut doch einmal bei mir vorbei: https://un-ter-wegs.blogspot.de/.