Kommunale Gleichstellungsbeauftragte tagten in Haren (Ems)
Teilnehmerinnen der Arbeitstagung mit Harens Gleichstellungsbeauftragter Annegret Schepers (2.v.r.) und Bürgermeister Markus Honnigfort (re.). (Foto: Stadt Haren (Ems))

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte tagten in Haren (Ems)

10. September 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechtes bleibt Förderung des politischen Engagements von Frauen wichtiges Anliegen

Haren (Ems). In Haren (Ems) fand die diesjährige Arbeitstagung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Emsland statt. Neben der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Annegret Schepers begrüßte auch Marlies Kohne, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Emsland, die 13-köpfige Gruppe. Zum Auftakt des Treffens ließ es sich Bürgermeister Markus Honnigfort nicht nehmen, die geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung der Kommune zu skizzieren.

Im Fokus seines Berichtes stand ferner die touristische Ausrichtung der Stadt, die mit fast 1,0 Millionen Übernachtungen pro Jahr einer der beliebtesten Urlaubsorte in Niedersachsen ist. Derzeit bewerbe sich Haren (Ems) mit der Frauenpersönlichkeit „Schwester Kunigunde“ um Aufnahme in die Initiative „frauenORTE Niedersachsen“. Ziel der Initiative ist es, an das Leben und Wirken von bedeutenden Frauenpersönlichkeiten im heutigen Niedersachsen zu erinnern und hierfür neue touristische Wege zu beschreiten. „Wir hoffen auf eine positive Nachricht aus Hannover“, so Annegret Schepers, die die Federführung über das Projekt innehat. Für sie fügt sich Schwester Kunigunde hervorragend in die Riege bereits ausgewählter Frauenpersönlichkeiten ein. „Schwester Kunigunde war eine sehr couragierte Frau und widersprach in vielerlei Hinsicht dem gängigen Klischee einer gehorsamen Ordensfrau“, so Schepers.

Ein weiteres Thema der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten war die Abstimmung einer gemeinsamen Veranstaltung zur diesjährigen Wiederkehr des 100. Jahrestages der Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Im Theater Meppen wird es am 15. November 2018 eine kostenlose Jahrhundertrevue zur Geschichte der Frauenbewegung geben. Im Anschluss an das Programm des Duos „GenerationenKomplott“ schließt sich eine Gesprächsrunde mit emsländischen Politikerinnen an. Darüber hinaus wird im Oktober im Meppener Kreishaus eine Ausstellung zum Thema „Frauenwahlrecht“ gezeigt, die vom Frauenmuseum in Bonn entliehen ist.

In diesen Kontext begrüßten alle Teilnehmerinnen die Fortsetzung des Mentoring-Programms für potenzielle Kommunalpolitikerinnen ab Frühjahr 2019 durch das Land. Während das Mentoring Programm das notwendige Rüstzeug für den Start in die Politik darstelle, leisten unterschiedliche Angebote für das Netzwerk emsländischer Politikerinnen flankierende Hilfe für politisch bereits aktive Frauen. Man hoffe, so das einhellige Echo aller Anwesenden, dass die Angebote dazu beitragen, die Präsenz von Frauen in den Kommunalparlamenten des Emslands weiter auszubauen. Die Arbeitstagung schloss mit einer Betriebsbesichtigung des Ferienzentrums Schloss Dankern.