Kinofilmkritik: “PETS” – Tiere mit Charakter in eher mauer Handlung
Jetzt im Kino - "Pets"

Kinofilmkritik: “PETS” – Tiere mit Charakter in eher mauer Handlung

19. August 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Was machen eigentlich unsere Haustiere, wenn wir nicht da sind? Oder was machen sie wohl eher nicht…

Von Anna-Lena Warrink. Nach der “Ich – Einfach Unverbesserlich”-Serie und den „Minions“ ist seit dem 28. Juli ein weiterer Animationsfilm erneut unter der Regie von Chris Renaud in den Kinos: “Pets”.

Jetzt im Kino - "Pets"

Jetzt im Kino – “Pets”

Was machen eigentlich unsere Haustiere, wenn wir nicht da sind? Der Terrier-Mischling Max wartet normalerweise so lange vor der Haustür, bis sein Frauchen Katie von der Arbeit wieder kommt. Doch dann wird das Leben des Haustieres auf den Kopf gestellt. Die tierliebe Katie bringt nämlich den riesigen Mischlingshund Duke mit nach Hause, der – genau wie Max – von der Straße kommt. Max ist jedoch eifersüchtig auf den neuen Zuwachs, da dieser in Katies Abwesenheit sowohl sein Futter, als auch seinen Schlafplatz wegnimmt. Als Max versucht seinen neuen „Bruder“ bei einem Ausflug loszuwerden, werden Beide von Katzen attackiert, Hundefängern geschnappt und geraten auch noch ins Visier des verrückten Kaninchens Snowball, dem Anführer der „Flushed Pets“. Diese Organisation von verlassenen Haustieren hat vor, die Menschheit zu stürzen, um sich zu rächen. Letztendlich müssen sich Max und Duke verbünden, um das böse Kaninchen aufhalten zu können.

An dem Film können sich vor allem Tierbesitzer und Tierliebhaber, sowie Kinder erfreuen, denn er handelt von Haustieren und was diese tun, wenn wir Menschen arbeiten oder anderweitig aus dem Haus sind – so ließ es zumindest der Trailer aussehen. Zu Anfang wird tatsächlich jedes erdenkliche Haustier einmal „allein zuhaus“ gezeigt: der Kanarienvogel „Sweet Pea“ zum Beispiel befreit sich aus dem Käfig und fliegt im Windkanal eines Ventilators schwebend in der Luft vor einer Landschaft im TV. Ein weißer Pudel mit reichem Herrchen hingegen soll dauernd Klassik hören, sobald sein Herrchen aber weg ist, schaltet das Tier zu Musik im Stil Heavy Metall um. Sobald es jedoch in die Handlung geht, wird Abstand genommen von der Idee „Was machen eigentlich unsere Haustiere, wenn wir nicht da sind?“.

Die Handlung ist eher mau und führt schnell von Zuhause in die Großstadt, wo es zu vielen Actioneinlagen kommt, die wahrscheinlich die mangelnden Ideen zur eigentlichen Prämisse-Frage ausgleichen sollen. Diese Actioneinlagen, verbunden mit vielen Unfällen, die meist vom bösen Kaninchen „Snowball“ verursacht werden, kommen wohl hauptsächlich bei Kindern an. Trotzdem gibt es auch viele gute Gags, die vor allem am Anfang ihren Platz finden und auch die witzigen Figuren schließt man schnell ins Herz. So versucht die Zwergspitzhündin „Gidget“ mit allen Mitteln ihre große Liebe Max zurück zugewinnen und bringt unter anderem der Katze „Cloé“ bei, den Vogel „Sweet Pea“ nicht anzurühren, und einem Adler treibt sie den Jagdtrieb als egoistisch aus. Der Schluss zeigt dann noch mal alle Tiere und deren Besitzer, die natürlich eins zu eins zueinander passen.

Fazit: Der Trailer des Films hatte schon Gag hinter Gag gereiht. Man konnte sich kaum vorstellen, dass der Film darüberhinaus noch mehr bieten kann und so war es – zumindest was die Handlung angeht – dann leider auch. Trotzdem ein charmanter Film mit tollen Tier-Charakteren, der vor allem für Kinder geeignet ist.

PETS läuft derzeit im Cine-World Lingen sowohl in der 2D- als auch in der 3D-Fassung.