Kinofilm-Kritik: STAR WARS – Das Erwachen der Macht
Jetzt im Kino: STAR WARS - DAS ERWACHEN DER MACHT

Kinofilm-Kritik: STAR WARS – Das Erwachen der Macht

18. Dezember 2015 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

„KULTYS   SAGT   WAS   KULT   IST.“

+++ Achtung: Dieser Text enthält kleine Spoiler zur Handlung! +++

Star Wars: Das Erwachen der Macht

Genre: Sci-Fi/Action/Abenteuer

Laufzeit: 135 Min.

FSK: Ab 12

Jetzt im Kino: STAR WARS - DAS ERWACHEN DER MACHT

Jetzt im Kino: STAR WARS – DAS ERWACHEN DER MACHT

Regisseur: J.J. Abrams

Autoren: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

Besetzung: Harrison Ford, Daisy Ridley, John Boyega, Adam Driver

 

Vor ca. drei Jahren begannen die Vorbereitungen für den neuen Star Wars Film von Regisseur J.J. Abrams (Super 8, Star Trek). Laut Experten könnte es der erfolgreichste Film aller Zeiten werden. Nun hat das Warten ein Ende. Star Wars: Das Erwachen der Macht ist endlich in den deutschen Lichtspielhäusern zu sehen und sorgt bei den Kinobetreibern für volle Kinosäle.

Dreißig Jahre nach „Star Wars: Die Rückkehr der Jediritter“: Das Imperium wurde zerschlagen, doch sorgt nun die „Erste Ordnung“ unter der Herrschaft des mysteriösen Supreme Leader Snoke und seinem Schüler Kylo Ren für Angst und Schrecken in der Galaxis. Eins ihrer Ziele ist es herauszufinden, wo sich der letzte lebende Jediritter aufhält. Diese Information besitzt der Droide BB-8 und bringt somit seine neue Besitzerin, Schrottsammlerin Rey, in große Gefahr.

Erst einmal muss ich sagen, ja, dieser Star Wars Film ist besser als die „Episoden 1 – 3“. J.J. Abrams hat mit Drehbuchautor Lawrence Kasdan einen erfahrenen Autor an seiner Seite, der sich mit der Materie bestens auskennt (er war Autor der beiden Star Wars Filme „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jediritter“). Von der ersten Minute an erweist sich Star Wars: Das Erwachen der Macht als ebenbürtiger Nachfolger der „Episoden 4 – 6“. Angefangen beim Setting bis hin zu den Figuren und der Story erinnert einen alles an die guten alten Star Wars Filme. Die Sets sind richtige Sets und keine digitalen Hintergründe, die per Computer eingefügt wurden. Der 3D-Effekt ist beeindruckend in Szene gesetzt. Die Charaktere sind effektiv ausgearbeitet und besitzen eine Figurenzeichnung und Hintergrundgeschichte, die für spätere Episoden von Vorteil sein kann. Doch leider gibt es Momente in denen Star Wars etwas zu sehr nach J.J. Abrams „Star Trek“ aussieht, dass zeigt sich bei einigen Actionszenen sowie Monsterdesigns. Auch die Story ist sehr ähnlich zu „Episode 4“ und wirkt somit hin und wieder etwas zu recycelt, anstatt etwas Neues zu bringen.

Die Neuentdeckung Daisy Ridley entpuppt sich in ihrer Rolle als Schrottsammlerin Rey als absoluter Glücksgriff. Sie ist die toughste Frau im gesamten Star Wars-Universum. Sie bringt als Haupt-Protagonistin einen neuen positiven Schwung in die von Männern dominierte Star Wars-Geschichte. Ein anderer Newcomer ist John Boyega (Attack the Block) als Ex-Sturmtruppler Finn. Seine Figur bringt einen frischen Wind in das Star Wars-Franchise und sorgt mit lockeren Sprüchen für den einen oder anderen Lacher. Der Schauspieler Adam Driver (Girls, Frances Ha) hat mit seiner Rolle des Bösen Kylo Ren die schwierigste Aufgabe. Er muss nämlich in die Fußstapfen von Darth Vader treten und versuchen, diese überzeugend auszufüllen. Auch die alten Charaktere wie Harrison Ford (Indiana Jones 1 – 4, Star Wars Episode 4 – 6) als Han Solo oder Carrie Fisher (Star Wars Episode 4 – 6) als Prinzessin Leia wirken in ihren Rollen stets überzeugend und nie fehl am Platz. Doch einer stiehlt ihnen allen die Show und das ist Droide BB-8, der heimliche Star des Films.

Mein Fazit: J.J. Abrams bringt mit Star Wars: Das Erwachen der Macht die Nostalgie und den Mythos der alten Sternen-Saga wieder auf die große Leinwand. Ein Spaß für eingefleischte Fans sowie Neueinsteiger. Die Vorfreude auf Episode 8 ist nach dem Kinobesuch definitiv gegeben.

8,5 von 10 Kult-Punkten

Martin Kultys

Herzlichen Dank an den Filmpalast Cine-World in Lingen.