Karatelehrer Franz Braun jetzt im Ehrenamt
v.l.: Klems Huhn (stellv. Vorsitzender), Franz Braun und Helga Braun. (Quelle: Euregio Karate Nordhorn e.V.)

Karatelehrer Franz Braun jetzt im Ehrenamt

25. Februar 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Franz Braun nach 42 Jahren nun ehrenamtlich tätig

Nordhorn. Der Karateverein „Euregio Karate Nordhorn eV.“ hat im Februar im Rahmen der Ordentlichen Jahreshauptversammlung seinem bisher hauptamtlichen Karatelehrer Franz Braun ein Präsent für seine 42-jährige Tätigkeit überreicht. Anlaß war der 65. Geburtstag von Braun im Februar. „Das ist unter Karate-Trainerkollegen in Deutschland ein ungeschlagener Rekord, dass jemand 42 Jahre in so einer exklusiven Randsportart wie Karate so lange erfolgreich im Hauptamt tätig war“, so Braun.

v.l.: Klems Huhn (stellv. Vorsitzender), Franz Braun und Helga Braun. (Quelle: Euregio Karate Nordhorn e.V.)

v.l.: Klems Huhn (stellv. Vorsitzender), Franz Braun und Helga Braun.
(Quelle: Euregio Karate Nordhorn e.V.)

Im Jahr 1974, wo durch Braun am 28. November in Nordhorn die erste Karate-Übungsstunde der Grafschaft Bentheim abgehalten wurde, „gab es sogar eine Karate-IG im Deutschen Bundestag“, so Braun. Der Song „Kung-Fu fighting“ von Carl Douglas war ein Chartbreaker. „Damals wuchsen Karatedojos (=Vereine) wie Pilze aus dem Boden, aber nach ein paar Jahren waren viele davon wieder verschwunden, ein Schwarzgurt allein reicht eben nicht aus“, resümiert Braun. Als Mann der ersten Stunde hat Braun den Karatesport von Holland nach Nordhorn gebracht. Schnell wurde dem Sportamt Nordhorn klar, dass dem Mann mit Hallenstunden geholfen werden mußte und so wurde die „Alte Maate“-Schule (wo heute die Vechtarkaden sind) die erste Heimstätte des Karatesports und der „Arbeitsplatz“ von Braun, der gelernter Großhandelskaufmann ist. Seit November 1974 erteilte Braun somit gegelmäßigen Karateunterricht. Bisher mehr als 50 Schwarzgurte haben ihm und seinem steten Unterricht den Titel „DAN-Träger“ zu verdanken, eine stolze Bilanz. Sogar die 1999 gegründete erfolgreiche Nordhorner Boxstaffel „Galaxy“ geht, samt Namensgebung, auf Braun zurück, was ebenso auf die 1. Boxveranstaltung im Jahr 2000 im Euregium in Nordhorn nach 45 Jahren zutrifft. „Pionierarbeit gehört dazu, wenn man maßgeblich in Verantwortung steht“ so Braun. Viele Karatevereine im In- und Ausland (z.B. in Wien, London, Kopenhagen, Budapest und Prag) haben damals ihre Entstehung und Unterstützung ihm zu verdanken, da er sie in der Gründungsphase aktiv mit vielen Fachlehrgängen und Seminaren über Jahre hinweg begleitet hat. Unvergessen bleibt das Zusammentreffen mit Prof. Dr. Rautek in Wien, dem Erfinder des „Rautek-Griffs“, den jeder Fahrschüler kennenlernt. „Ein Glücksfall für den Leistungssport in Nordhorn war der Bau des Kraftraums am Euregium“. Auch dieses Projekt, damals von Landrat Günther Terwey erfolgreich angeschoben, hat Braun im Ausbildungsbereich 10 Jahre fachlich begleitet, da Krafttraining ein Muss für den ambitionierten Sport ist. Der Karate-Leistungssport in Nordhorn trägt seinen Stempel. Kämpfer von Braun waren und sind in ganz Europa zu Wettkämpfen unterwegs. „Damals gab es nur wenige Turniere hier in der Region, man mußte eben viel, weit und vor allem kostenträchtig reisen um Karate-Turniersport zu betreiben, doch das hat sich heute zum Glück geändert“, erinnert er sich. Franz Braun bleibt natürlich mit seinem professionellen Lehrer-Know-How dem Vereins-Karatesport in Nordhorn umfänglich erhalten, was ganz der asiatischen Tradition entspricht, in welcher Erfahrung hoch geschätzt wird. Auch als ehrenamtlicher Karatelehrer wird er daran weiterarbeiten, dass „Struktur, Stärke und Qualität“ im Karatesport nach historischen Vorgaben fortgeführt werden. Davon kann man sich in seinen Trainingsstunden im Verein „Euregio Karate Nordhorn“ überzeugen, wo er wie immer gern seiner Berufung nachgeht – doch nun ehrenamtlich. Von „Ruhestand“ ist somit für Franz Braun keine Spur. Nähere Informationen zum Verein gibt es unter www.karate-nordhorn.de.




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