Jobcenter der Grafschaft Bentheim gut aufgestellt
Agentur für Arbeit/Jobcenter (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Jobcenter der Grafschaft Bentheim gut aufgestellt

18. Juni 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Jobcenter in Bewegung: Fachkräftesicherung und soziale Teilhabe als zentrale Herausforderungen

Nordhorn. Der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat deutlich gemacht, dass die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit eines der Kernthemen der Legislaturperiode ist. Die Landräte der 16 niedersächsischen Landkreise, darunter auch der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Langzeitarbeitslose in alleiniger Zuständigkeit betreuen, haben aktuell intensiv über das Zukunftsbild der kommunalen Jobcenter beraten und einige grundlegende Forderungen an den Bundesminister erhoben.

Dazu gehöre eine bessere und vor allem verlässliche Finanzausstattung der Jobcenter insgesamt. „Nötig sind darüber hinaus eine modellhafte Erprobung des sogenannten Aktiv-Passiv-Tausches, eine Erprobung des sozialen Arbeitsmarktes und die Verantwortung der Jobcenter für die Zuweisung in Integrations- und Sprachkurse“, so Landrat Friedrich Kethorn.

Die kommunalen Jobcenter haben sich für die künftigen Herausforderungen am Arbeitsmarkt gerüstet und ihre Strategien in einem „Zukunftsbild“ zusammengefasst, in dem die künftige Ausrichtung der Beratungsansätze, die Bündelung der Kompetenzen, die Vernetzung und die Mitarbeiterentwicklung beschrieben werden, so der Landrat.

„Das Grafschafter Jobcenter engagiert sich als kommunales Jobcenter seit 2005 für die Menschen in unserer Region, unterstützt nachhaltige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und sichert den Lebensunterhalt. Als Partner der Wirtschaft und Teil der Verwaltung übernehmen wir Verantwortung für die Arbeitsmarktintegration und gestalten Veränderungen in der kommunalen und regionalen Gemeinschaft mit“, erläuterte der Landrat weiter.

„In unserem wirtschaftlich erfolgreichen Landkreis stellen die Fachkräftesicherung einerseits und die soziale Teilhabe von Menschen, die aufgrund vielfältiger Einschränkungen keiner Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgehen können, andererseits die zentralen Herausforderungen für die Zukunft dar“, führt Gitta Mäulen, Leiterin des Grafschafter Jobcenters, aus. „Diese Herausforderungen wollen wir mit abgestimmtem Einsatz der kommunalen Kompetenzen in den Bereichen Jugend, Bildung, Integration und Wirtschaft sowie in Kooperation mit allen regionalen Akteuren annehmen.“ Eben diese Bündelung der Kompetenzen sei einzigartig und mache den Vorteil der kommunalen Umsetzung des SGB II deutlich. Bei der Bekämpfung von Langzeitleistungsbezug und Langzeitarbeitslosigkeit ebenso wie bei der Integration geflüchteter Menschen sei diese Verzahnung der kommunalen Aufgaben der Schlüssel zum Erfolg.

„Mit der Einrichtung eines Integrationszentrums hat der Landkreis Grafschaft Bentheim schnell und umsichtig auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Zuwanderung von geflüchteten Menschen reagiert“, so Mäulen. „Im Ergebnis ist so bereits in vielen Fällen eine Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung gelungen und der Erwerb der deutschen Sprache als Grundlage für den Eingliederungsprozess sichergestellt worden.“

„Damit gelingt auch die so wichtige gesellschaftliche Integration der geflüchteten Menschen. Wir haben uns gut aufgestellt und werden uns an die sich weiter ändernden Anforderungen anpassen“, bekräftigt der Landrat und fordert den Bundesminister auf, die Rahmenbedingungen weiter günstig zu verändern.