Internationale Aufmerksamkeit für Megalithkultur im Emsland
Faszination Megalithkultur (Quelle: Emsland Touristik GmbH)

Internationale Aufmerksamkeit für Megalithkultur im Emsland

10. Juni 2015 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

„Summer Seminar 2015“ der Europäischen Kulturrouten auf Exkursion im Emsland

Meppen. Internationale Aufmerksamkeit für die Megalithkultur im Emsland: Nach der Ernennung zum „Kulturweg des Europarats“ im Jahr 2013 besuchten jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Summer Seminar 2015“ der Europäischen Kulturrouten auf Einladung des internationalen Vereins Megalithic Routes die nordwestdeutsche „Straße der Megalithkultur“.

Faszination Megalithkultur (Quelle: Emsland Touristik GmbH)

Faszination Megalithkultur
(Quelle: Emsland Touristik GmbH)

Höhepunkte der Exkursion ins Emsland und in das benachbarte Drenthe waren das Hunebedcentrum in Borger und die Hünengräber auf dem Hümmling. Unter fachkundiger und Begleitung der Gästeführerin Ilseanne Buss (Emsland Touristik GmbH) ist insbesondere das Königsgrab auf dem Hümmling und das Schloss Clemenswerth in Sögel besichtigt worden. Am „Summer Seminar“ nehmen traditionell Gäste aus ganz Europa teil, die jeweils namhafte Destinationen vertreten. Die 330 Kilometer lange „Straße der Megalithkultur“ erstreckt sich von Osnabrück über Meppen bis nach Oldenburg. Sie verknüpft historisch hoch interessante und sehr gut erhaltene Megalithgräber, die im Emsland vielerorts zu finden sind – selten in Deutschland sind Großsteingräber aus der Zeit um 3.500 bis 2.800 vor Christus so dicht gestreut wie hier. So finden Interessierte zwischen Emsbüren im Südlichen Emsland und Börger im Norden 45 Großsteingräber und weitere 15 Grabhügel, Findlinge und ähnliches. Das Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes bietet museumspädagogische Angebote zur Thematik. Entlang der 2009 eröffneten Tourismusroute „Straße der Megalithkultur“ und dem bereits 2005 eingerichteten Fernwanderweg „Hünenweg“ erzählen mehr als 70 Megalithgräber faszinierende Geschichte(n) aus bzw. über die Jungsteinzeit. Für die Besucher des „Summer Seminars 2015“ war die Exkursion ins Emsland ein Höhepunkt ihres Programms, für die Region selbst eine Bestätigung ihres Engagements für den Aufbau und die Weiterentwicklung der kulturtouristischen Ferienstraße. Angeregt hatte diese Entwicklung schon 2004 der Frerener Autor Klaus de Laak, der schließlich die Touristiker aus dem Emsland, dem Osnabrücker Land und der Wildeshauser Geest für die Idee gewann. Der Beitritt zum „Megalithic Routes e.V.“ und die Anerkennung als „Kulturweg des Europarats“ waren weitere Meilensteine.