Ich bin Früh-, Gern- und Oftschläfer
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Ich bin Früh-, Gern- und Oftschläfer

16. Juli 2015 1 Von slindschulte

Um 6:37 Uhr freue ich mich das erste Mal auf mein Bett

Sebastian Lindschulte. Ich bin Früh-, Gern- und Oftschläfer. Langschläfer bin ich nur bei seltenen Gelegenheiten. Dafür bin ich aber AufdemBauch- und Schnelleinschläfer. Außerdem bin ich ein Tag- und Nachtschläfer. Meine Freundin behauptet, ich wäre ein Immerschläfer. Stimmt eigentlich auch, denn irgendwann früh in meiner Schulzeit habe ich gelernt zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder Haltung innerhalb von wenigen Momenten vollständig in einen erholsamen Schlaf abzudriften. Schockt!

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Für mich ist das ein extremer Vorteil, denn während ich bereits meilenweit entfernt bin, liegt meine bessere Hälfte noch oft stundenlang wach und schlägt sich mit Kreuzworträtseln herum oder zählt Schafe.

Über das Thema „Schlaf“ findet sich im Internet eine ganze Menge an Informationen. Alleine Google verschafft mir in 0,33 Sekunden 21.600.000 Ergebnisse. Das sind 1.52777778e^-9 Ergebnisse pro Sekunde oder so. Ich kann diese Zahl nicht einmal vernünftig aussprechen. Der Wikipedia-Artikel in deutscher Sprache zum Begriff „Schlaf“ passt auf gut 19 genormte A4-Seiten. 19 Seiten geballtes Wissen und Informationen über Schlaf. Ich hatte auf eine beeindruckende Zahl gehofft.

Da geht es dann um Schlafphasen, Schlafforschung, Schlafkultur und natürlich auch das Träumen. Dazu kommen Krankheiten und Probleme, Vergleiche mit dem Tierreich und natürlich die obligatorischen Mythen und Fakten.

Es überrascht mich immer wieder, dass es da so viel zu erforschen und beschreiben gibt. Narkolepsie beispielsweise. Für die betroffenen Personen bestimmt eine böse Sache, für alle anderen jedoch ein klasse Witz. Die Narkolepsiekranken leiden unter „unwiderstehlichen Einschlafattacken“. Beste Beschreibung.

Auf schlaf.de erfahre ich, dass wir Menschen rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen. Das kommt bei mir hin. Und welcher verfluchte Volldepp kam eigentlich auf die schwachsinnige Idee, dass ein Mensch mit nur sechs Stunden Schlaf pro Nacht auskommt? Vollkommen unverständlich.

Mein Radiowecker plärrt morgens pünktlich um 6:30 Uhr los. Schon bei den ersten schiefen Klängen des nervig-gutgelaunten Moderators stehe ich senkrecht im Bett. Aus Sicherheitsgründen habe ich für 6:35 Uhr noch einen zweiten Wecker gestellt. Bisher wurde er jedoch immer deaktiviert, bevor er überhaupt loslegen kann. Um 6:37 Uhr freue ich mich das erste Mal auf mein Bett am Abend.

Dann startet das übliche Tagesprogramm: Duschen, Frühstücken, Arbeit. Nach dem Frühstück freue ich mich das zweite Mal auf mein Bett. Auf der Arbeit ist dann erst einmal alles gut. Der Vormittag wird nur von zwei oder drei Gähnern unterbrochen. Mittags freue ich mich das dritte Mal auf mein Bett. Danach beruhigt sich alles wieder bis zum Abend – trotzdem denke ich ab 20 Uhr eigentlich nur noch ans Bett. Aber nochmal zurück auf die Sache mit dem sechs Stunden Schlaf. Wenn ich es schaffe, um 23 Uhr im Bett zu sein und gewohnheitsgemäß direkt wegzupennen, dann komme ich definitiv auf mehr als sechs Stunden. Müde bin ich trotzdem. Und Bock auf ein Schläfchen zwischendurch habe ich auch. Und wo wir gerade beim Thema sind…

In diesem Sinne,

Sebastian