+++ Holländische Reaktionen auf die Maut – „Deutsch-Gebühr“ soll kommen +++
Grenzenlose Freundschaft - Hört sie bei der Maut auf? (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

+++ Holländische Reaktionen auf die Maut – „Deutsch-Gebühr“ soll kommen +++

1. April 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Niederländer erwägen Aufpreise in der Gastronomie und beim Parken

Deutschland/Niederlande. Die Grenzregionen sind bzgl. des politischen Themas „Maut“ besonders stark betroffen. Am gestrigen Freitag gab der Bundesrat den Weg zur Pkw-Maut frei. In den Niederlanden reagiert man bereits auf die ab 2019 möglichen Zusatzgebühren. Erste Gastronomiebetriebe haben sich für eine Deutsch-Gebühr auf Kalt- und Heißgetränke geeinigt. Hierbei sollen deutsche Gäste 1,-€ Aufpreis gegenüber einheimischen Gästen zahlen. Auch Supermärkte sind dabei die Parkplatzordnung nach der deutsch/niederländischen Herkunft zu sortieren. So sollen gelbe Nummernschilder in Zukunft direkt bei den ersten Parkreihen parken dürfen, während Pkws mit weißen Nummernschildern auf die weiter entfernten Parkplätze zugreifen dürfen. Die entstehenden Parkeinweisungsgebühren durch das dortige Ordnerpersonal würden den Kunden beim Einkauf an der Kasse hinzugerechnet werden.

Um die Mautgebühren zu umgehen, plant man derweil in Klausheide und Enschede einen Shuttleflug für 10 – 15 Personen zu entwickeln. Der Shuttleflug soll 18 Euro pro Person kosten. „Preislich gäbe es keine großen Unterschiede gegenüber der Maut“, so Walter Scherz, aber man zahle ja schließlich auch für die Atmosphäre und den Blick über die Heimat.“ Die niederländische Startup-Fluggesellschaft AYHE (Are You High Enough) ist bereit, an diesem Konzept mitzuarbeiten.

Die Bürgermeister der Grenzregionen kritisieren die kreativen Preisstrategien der Einzelhändler und Gastronomen sehr. Europa müsse grenzfrei bleiben und das Zusammenleben fördern. Mit der Einführung der Maut werden viele wirtschaftliche und touristische Folgen entstehen, die vor allem den Grenzregionen schaden werden. Man bedauert den Entschluss aus Berlin. Der Bundesrat macht leider – im Gegensatz zu manchen Online-Medien – keine Aprilscherze.