Halle zur Tierseuchenbekämpfung entsteht in Nordhorn-Klausheide
Zur Ortsbesichtigung im Gewerbegebiet Nordhorn Klausheide-Ost trafen sich kürzlich GSV-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann und der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Müller. (Foto: Stadt Nordhorn)

Halle zur Tierseuchenbekämpfung entsteht in Nordhorn-Klausheide

4. November 2015 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Vereinigung des Emsländischen Landvolks setzt auf zentralen Standort

Nordhorn. Eine Halle zur Bekämpfung von Tierseuchen baut die Vereinigung des Emsländischen Landvolks (VEL) zurzeit im Gewerbegebiet Klausheide-Ost. Die Halle soll nach Fertigstellung von der VEL an deren hundertprozentiges Tochterunternehmen, die Emsländische Geflügelseuchevorsorge GmbH (GSV) vermietet werden. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits vorbereitende Erdarbeiten durchgeführt wurden, kann voraussichtlich in Kürze mit dem Bau der rund 1800 qm großen Halle begonnen werden.

Zur Ortsbesichtigung im Gewerbegebiet Nordhorn Klausheide-Ost trafen sich kürzlich GSV-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann und der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Müller. (Foto: Stadt Nordhorn)

Zur Ortsbesichtigung im Gewerbegebiet Nordhorn Klausheide-Ost trafen sich kürzlich GSV-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann und der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Müller.
(Foto: Stadt Nordhorn)

Die ursprüngliche Hauptaufgabe der GSV war es, eine effiziente Geflügelseuchenvorsorge in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und dem Emsland aufzubauen. Inzwischen ist die GSV darüber hinaus auch mit Gerätschaften zur Tierseuchenbekämpfung bei Schweinen ausgerüstet. Wiederkäuer und weitere Tierarten sollen langfristig hinzukommen. Bisher sind die Geräte und Fahrzeuge an drei verschiedenen Standorten in Haren und Andervenne untergebracht. Nun sollen sie in Nordhorn an einem gemeinsamen, zentralen Standort für den Ernstfall bereitstehen. „Die bisherigen Hallen entsprechen nicht mehr den Anforderungen für unsere zum Teil sehr hochwertigen Geräte“, erläutert GSV-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann. Darüber hinaus sei es von unschätzbarem Vorteil, im Ernstfall alles Notwendige an einem Ort verfügbar zu haben und sich direkt auf den Weg zum betroffenen Landwirtschaftsbetrieb machen zu können: „Bei der Eindämmung von Tierseuchen ist Geschwindigkeit der entscheidende Faktor“, so Werdermann. Daher sei auch die gute Anbindung des Gewerbegebietes an Bundesstraßen und die Autobahn von Vorteil. „In Nordhorn-Klausheide werden wir einen zentralen Standort haben, von dem aus wir unser gesamtes Einzugsgebiet zügig erreichen können.“ Eine weitere wichtige Standortvoraussetzung war außerdem, dass es in der direkten Umgebung der Halle keine landwirtschaftlichen Betriebe gibt, die durch den Umgang der GSV mit erkrankten Tieren in Gefahr geraten könnten. Als besonderen Pluspunkt sieht Werdermann die direkte Nähe zum Tierseuchenlogistikzentrum der Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland. Dieses wurde vor rund einem Jahr am nur wenige Meter entfernten Flugplatz Nordhorn-Lingen eröffnet. Kurze Wege könnten Ihrer Ansicht nach auch hier von Vorteil sein: „Im Falle einer drohenden Tierseuche haben die Landkreise und wir als Vertreter der Landwirte zwar unterschiedliche Aufgaben, aber dennoch das gleiche Ziel, nämlich die Ausbreitung so schnell wie möglich zu stoppen“, sagt Werdermann. Das Investitionsvolumen für die Halle beträgt rund 1,25 Millionen Euro. Neben der Unterstellmöglichkeit für die Gerätschaften soll außerdem ein Hochregallager eingerichtet werden. Ebenso werden ein Besprechungszimmer und WC-Anlagen inklusive Duschmöglichkeiten vorgehalten sowie ein kleines Büro eingerichtet. Eine spätere Erweiterung des Betriebsgeländes ist angesichts der stetigen Ausweitung des Aufgabenbereichs der GSV nicht ausgeschlossen. Auch der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Müller freut sich über das Projekt: „Wir konnten erneut zeigen, dass wir in Nordhorn für jede Anforderung die passende Gewerbefläche bereitstellen können“, so Müller. Durch die direkte Nähe des Tierseuchenlogistikzentrums und der geplanten Halle der VEL zueinander sieht er die Chance, dass sich zukünftig weitere Firmen aus dem gleichen Bereich im Gewerbegebiet Klausheide-Ost ansiedeln: „Es gibt viele Unternehmen, die im Bereich der Tierseuchenbekämpfung tätig sind, und die von kurzen Wegen profitieren könnten. Entsprechende Projekte werden wir gerne aktiv begleiten“, so Müller.