Gute Chancen für Bahnhofserneuerung in Schüttorf
(Symbolbild, Foto: wikimedia: MartinDieter)

Gute Chancen für Bahnhofserneuerung in Schüttorf

23. September 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

75 Prozent der Kosten für Neugestaltung des Schüttorfer Bahnhofsvorplatzes vom Land

Schüttorf. „Es war ein Gespräch, das sich gelohnt hat“, waren sich Schüttorfs Bürgermeister Manfred Windhaus, Landtagsabgeordneter Gerd Will und Kreisrat Dr. Michael Kiehl einig. Gemeinsam hatten sie vor wenigen Tagen Staatssekretärin Daniela Behrens (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) in Hannover besucht, um mit ihr über die Zukunft des Bahnhofs in Schüttorf zu reden. Zwar sei eine nachträgliche Aufnahme in das Förderprogramm „Niedersachsen ist am Zug III“ nicht möglich, aber für die Umgestaltung des Vorplatzes ließen sich bis zu 75% der Kosten aus dem Grunderneuerungsprogramm des Landes finanzieren.

Parallel solle man bei der Deutschen Bahn für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes geworben werden. Bürgermeister Windhaus war mit gutem Eindruck zurückgekehrt: „Unsere Anliegen sind wohlwollend aufgenommen worden. Ich werde der Politik vorschlagen, die Planungen für die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes weiter voran zu treiben und dann zeitnah einen Antrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsens zur Förderung des Umbaus stellen.“

Hintergrund des Gespräches in Hannover war, dass der Bahnhof Schüttorf in den bisherigen Erneuerungsprogrammen der Bahn nicht berücksichtigt worden ist, eine Erneuerung aber dringend erfolgen muss. Um barrierefreies Reisen zu ermöglichen, ist es nötig, die Bahnsteige auf 76 cm zu erhöhen und Fahrstühle für das Gleis 2 zu installieren. Damit die Anbindung an den ÖPNV sichergestellt werden kann, ist außerdem die Umgestaltung des Vorplatzes mit den Optionen Park+Ride und Bike+Ride erforderlich.

Der Landtagsabgeordnete Will und Kreisrat Dr. Kiehl wiesen außerdem darauf hin, dass der Bahnhof Schüttorf gerade mit Blick auf die Bemühungen zur Reaktivierung der Strecke Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus nicht in Vergessenheit geraten dürfe.