Grenzüberschreitender Karate-Trainingsaustausch zwischen Enschede und Nordhorn
Zusammen mit den Karateka aus Enschede trainierten die Nordhorner intensiv. (Quelle: Euregio Karate Nordhorn)

Grenzüberschreitender Karate-Trainingsaustausch zwischen Enschede und Nordhorn

28. November 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Euregio Karate Nordhorn und Karate Dojo Enschede trainieren zusammen

Nordhorn. Strahlendes Wetter empfing in Nordhorn im November die Gäste vom „Karate Dojo Enschede“ zum traditionellen und sehr gut besuchten niederländisch-deutschen „Centralen Training“ bei „Euregio Karate Nordhorn“. Es war ein besonderes Training, denn zu der Unterrichtsgestaltung von EKN-Karatelehrer Franz Braun Sensei kamen diesmal wiederum die spannenden Ausführungen von Marcel Proost Sensei, einem langjährigen Freund von Braun, aus Enschede hinzu, der erst kürzlich von seinem zweiten Karatebesuch aus Okinawa zurückgekehrt ist. Es kommt nicht so häufig vor, dass in einem Karatetraining in Nordhorn authentisch über das japanische Lehrwesen referiert wird.

Nach dem Aufwärmen und dem Kihon (Grundschule) wurde Sabaki-Waza (Bewegungsschule) zunächst ohne und dann mit Partner für die anwesenden z.T. Oberstufen-Karatekas durch Franz Braun gezeigt, zusätzlich auch in niederländischer Sprache erklärt und intensiv geübt.Danach wurde in dynamischer Übungsfolge den zahlreichen anwesenden Karatekas – darunter allein zehn Schwarzgurtträger – durch die von Franz Braun gezeigten technischen Partnerübungen und komplexen Bewegungsabläufe viel abverlangt.

Im nächsten Unterrichtsabschnitt bekam Marcel Proost Sensei aus Enschede Zeit, um über eine Partnertechnik in Theorie und Praxis zu referieren. Marcel Proost vermittelte, auch in deutscher Sprache, anschaulich, schnell und präzise technische Bewegungsabläufe, die von allen Teilnehmern verinnerlicht werden sollten. In anschaulicher Weise führte er dabei einen Ausschnitt aus einer japanischen Kata vor, die dann mit dem Trainingspartner praxisgerecht geübt wurde. Hier kamen die enormen Unterschiede in der japanischen Trainingsintensität und auch der steten Beharrlichkeit der Asiaten zur Sprache, was von einigen Nordhorner Sportlern mit ungläubigem Staunen quittiert wurde. Ein japanischer Karateka trainiert monatelang mit großer Härte und enormem Durchhaltevermögen eine Karatetechnik so lange, bis er sie beherrscht.

Nach dem Unterricht traf man sich noch gesellig wie immer in einem Bistro zu intensiven und hochinteressanten Fachgesprächen. Dieser vom EKN schon seit vielen Jahren gepflegte grenzüberschreitende Sportkontakt wurde von beiden Vereinen wieder als sehr freundschaftlich und technisch weiterführend empfunden. Weitere Informationen gibt es unter www.karate-nordhorn.de oder Telefon 05921/713 9189.