Grafschafter Bürger Forum kritisiert Berichterstattung zum Thema illegal entsorgter Asche in Emlichheim
Grafschafter Bürgerforum (Quelle: Grafschafter Bürgerforum)

Grafschafter Bürger Forum kritisiert Berichterstattung zum Thema illegal entsorgter Asche in Emlichheim

7. April 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

“Asche-Ausbau” sei mitnichten “eine ganz tolle Leistung”

Emlichheim. In einer Stellungnahme zum Bericht des Asche-Ausbaus in Emlichheim spricht das Grafschafter Bürger Forum von großem Erstaunen, mit dem es über den Besuch verschiedener Verwaltungsbeamter bei der MVA im Europark erfahren hat. Die Berichterstattung hierzu fällt dem Grafschafter Bürger Forum (gbf.) zufolge viel zu positiv aus, Informationen würden unterschlagen und sogar fehlerhaft dargestellt. Dass sich Landkreis, Gewerbeaufsicht und Umweltministerium für die Pressearbeit eines Unternehmens benutzen lassen, welches bisher hauptsächlich durch seine verschiedenen Straftaten in der Öffentlichkeit Bekanntheit erlangt hat, sei für das Grafschafter Bürger Forum vollkommen unverständlich.

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Die Aussage der Leiterin des Gewerbeaufsichtsamtes OS: “Wir haben ausreichend und im Rahmen unserer Möglichkeiten kontrolliert” ist nach Auffassung des gbf. bewusste Irreführung der Bürger. Seitens des gbf. bestehen bis zum jetzigen Zeitpunkt erhebliche Zweifel an der Praxis der durchgeführten Kontrollen. Frau Saathoff-Schiche unterschlage offenbar bewusst die jahrelangen Hinweise des gbf. an das Gewerbeaufsichtsamt zu den strafrelevanten Vorgängen. Zu keiner Zeit hat eine zufriedenstellende Reaktion des Gewerbeaufsichtsamtes stattgefunden. “Wie kann es sein dass Hinweise von Bürgern dermaßen über Jahre ignoriert werden?”, heißt es in der Stellungnahme.

Das gbf. habe immer wieder die Behörden auf die illegalen Tätigkeiten des MVA-Betreibers hingewiesen. Dies sei an das Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück u. a. auch durch Fotodokumentationen erfolgt. Dennoch hätte das Unternehmen seine Straftaten unbehelligt jahrelang fortsetzen können. Dies sei u.a auch der Anlass gewesen, dass man  etliche Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben habe, in der Hoffnung dass die unhaltbaren Vorgänge dort eine Aufklärung finden. Daher dürfte auch Frau Saathoff-Schiche diese unrühmliche Geschichte des Gewerbeaufsichtsamtes Osnabrück nicht verborgen geblieben sein.

“Dass der Betreiber der MVA strafrechtliche Handlungen vornimmt, diese erst nach Bekanntwerden zugibt und sich dann für die unvermeidliche Korrektur seiner Straftaten unter Zuhilfenahme des Landrates, des Umweltministeriums sowie dem Gewerbeaufsichtsamt selbst für den Ausbau der belasteten Schlacke feiert, zeigt die unglaubliche Doppelmoral des Unternehmens”, heißt es weiter in der Stellungnahme. Hier hätte es den Verwaltungen und Ämtern gut zu Gesicht gestanden sich klar und deutlich von dem Unternehmen zu distanzieren, anstatt das Unternehmen noch zu hofieren. Dass das Unternehmen stattdessen offenbar von der Umweltstaatsekretärin auch noch für seinen Ausbauarbeit öffentlich gelobt wird, ist dem Grafschafter Bürger Forum nicht erklärlich.

“Vergessen werden darf zudem nicht, dass auch ein Großteil der belasteten Schlacke, immerhin deutlich mehr als ein Viertel, im Boden der Gemeinde Laar verbleiben. Offenbar war diese Sachlage bei der Besichtigung kein Thema mehr”, heißt es aus dem Pressebüro des gbf.