+++ Gefahr durch gelöste Radmuttern in der Region: Stand der Ermittlungen +++
Im Emsland und in der Grafschaft häufen sich die Fälle gelöster Radmuttern. (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

+++ Gefahr durch gelöste Radmuttern in der Region: Stand der Ermittlungen +++

13. August 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Polizei rät zur regelmäßigen Kontrolle der Radbolzen

Emsland/Grafschaft Bentheim. In den letzten Tagen und Wochen gehörten sie regelmäßig zu den Polizeinachrichten, die wir Ihnen auch bei den EMS-VECHTE-NEWS präsentieren – Meldungen über gelöste Radmuttern an Fahrzeugen in der Region. Das gehäufte Auftreten der Taten – insbesondere im Raum Lingen – beunruhigt viele Autofahrer, die sich fragen, was die Polizei gegen diese Fälle unternimmt und wie sie sich gegen eine solche Tat schützen können. Zwar konzentrieren sich die meisten Fälle in und um Lingen, aber auch im Raum Papenburg und zuletzt am Wochenende in Nordhorn wurden entsprechende Manipulationen an Autos gemeldet.

Welches Motiv der oder die Täter haben könnten, die Radbolzen zu lösen, ist Anlass für zahlreiche Spekulationen. Vom „Dumme-Jungen-Streich“ bis hin zum „versuchten Mord“ reichen die Mutmaßen in den Sozialen Netzwerken. Die EMS-VECHTE-NEWS haben bei der Polizei nachgefragt, wie der Stand der Ermittlungen in diesen Fällen aussieht. Geantwortet hat auf die schriftliche Anfrage Pressesprecher Dennis Dickebohm.

Vermutet die Polizei bei den bisherigen Fällen immer die/den gleichen Täter oder geht sie von verschiedenen Tätern aus? „Der absolute Großteil der in den vergangenen Wochen angezeigten Taten hat einen unmittelbaren Bezug zu Lingen“, betont Dickeboom. „Hierbei gehen die Ermittler natürlich von einem Tatzusammenhang aus. Es gilt als äußerst wahrscheinlich, dass sie alle auf das Konto eines bislang unbekannten Einzeltäters gehen. Darüber hinaus werden aktuell alle weiteren Taten aus dem Emsland und der Grafschaft auf Schnittmengen zu den Vorfällen in Lingen überprüft. Die Beamten schließen nicht aus, dass die Taten erst mit deutlichem Verzug von den Geschädigten bemerkt wurden.“ Das könnte auch bedeuten, dass die Radmuttern zum Teil auch an anderer Stelle als der der Entdeckung manipuliert wurden.

Bei der Frage des Tatmotivs tappen die Ermittler noch im Dunklen. „Das Motiv des Täters ist aktuell vollkommen unklar“, berichtet Pressesprecher Dennis Dickebohm. „Alle betroffenen Fahrzeuge scheinen vollkommen willkürlich ausgewählt worden zu sein. Die geschädigten Fahrer und Halter weisen ebenfalls keine offenkundigen Gemeinsamkeiten auf.“

Das Thema Prävention ist bei der vorherrschenden Verunsicherung wichtig für die Fahrzeughalter und -fahrer. Die Polizei rät hier ausdrücklich, aktuell besser einmal zu häufig auf die Radbolzen zu schauen, als einmal zu wenig. Aber: „Eine absolute Sicherheit kann nur dann bestehen, wenn die Fahrzeuge vor jeder Fahrt eindringlich auf ihre Verkehrssicherheit hin überprüft worden sind“, so Dickebohm. „Auch Privatgrundstücke bieten keinen ausreichenden Schutz“, stellt der Pressesprecher im Hinblick darauf klar, dass einige der Fahrzeuge auf öffentlichen Plätzen parkten, als sie manipuliert wurden. Darüber hinaus arbeitet die Polizei weiter an der Aufklärung der bisher gemeldeten Fälle. (sv)