Emsland: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Katastrophenschutz
(v. l.) Geschäftsführer Interreg Hermann Wessels von der Ems Dollart Region, Erster Kreisrat Rüdiger Reske vom Landkreis Leer, Direktorin Wilma Mansveld, Veiligheidsregio Groningen, Operationeel Leider und Districtscommandant Grenzgebiet Gert-Jan Stuivenberg, Veiligheidsregio Drenthe, Dezernent Marc-André Burgdorf, Landkreis Emsland. (Quelle: Landkreis Emsland)

Emsland: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Katastrophenschutz

10. April 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Gefahrenabwehrplan erstellt – Gemeinsame Übungen folgen als dritter Schritt

Meppen. Feierlich übergeben wurde kürzlich der „Gemeinsame Gefahrenabwehrplan der Landkreise Emsland und Leer sowie der Sicherheitsregionen Drenthe und Groningen“. Die Abschlussveranstaltung fand im Kloster Ter Apel in den Niederlanden statt.

Die grenzüberschreitende Unterstützung im Katastrophenfall und bei Großschadenslagen war 2012 von den Landräten und Vorsitzenden der Sicherheitsregionen mit Unterstützung des damaligen Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann und des Niederländischen Justiz- und Sicherheitsministers Ivo Opstelten in Meppen beschlossen worden. Nun hat eine Expertenkommission aus Vertretern der Verwaltungen einen gemeinsamen Gefahrenabwehrplan erstellt.

In diesem Plan sind einerseits Szenarien enthalten, die diesseits und jenseits der Grenze vorkommen können. Andererseits sind Einheiten beschrieben, die von der anderen Seite im Bedarfsfall angefordert werden können. Vereinbart wurde zudem, im Fall eines Hilfeersuchens einen Verbindungsbeamten zur Kontaktaufnahme zu entsenden.

„Der gemeinsame Gefahrenabwehrplan ist nach der Vereinbarung über die Zusammenarbeit der zweite Schritt. Hieran anschließen sollen sich in Zukunft auf jeden Fall gemeinsame Übungen“, sagt der zuständige Dezernent Marc-André Burgdorf, der für den Landkreis Emsland an der Abschlussveranstaltung teilnahm. „Ein Austausch auf praktischer Ebene ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Katastrophenschutz. Feuerwehren und Rettungsdienste müssen auch über die nahe Grenze hinweg gut zusammenarbeiten können“, betont er.

Zahlreiche Führungskräfte der Kreisfeuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes beteiligten sich an der Veranstaltung. Um darzustellen, welche technischen Fähigkeiten die beteiligten Partner haben, wurden begleitend zur Veranstaltung verschiedene Einsatzfahrzeuge präsentiert. Das Projekt wurde durch die Ems-Dollart-Region aus dem INTERREG-Programm Netzwerk plus gefördert.