Emsländer SoVD-Frauen fordern Gleichstellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Bernhard Sackarendt, Michael Teschke, Ulrike Hardt, Angelika Roelofs, Marianne Giese, Ludger Plogmann, Irmgard Köster und Annemarie Hunfeld. (Quelle: SoVD Kreisverband Emsland)

Emsländer SoVD-Frauen fordern Gleichstellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt

8. März 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Treffen zum Internationalen Frauentag in Brögbern

Lingen/Brögbern. 250 SoVD-Frauen aus dem Emsland haben sich anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentags im Gasthaus Sperver in Brögbern getroffen. Ansprachen und Vorträge zu verschiedenen Frauenrechtsthemen und ein unterhaltsamer Nachmittag mit einem Auftritt des Kabarettisten Martin Funda standen auf dem Programm.

„Seit nunmehr 100 Jahren kämpfen Frauen in Deutschland für die Gleichberechtigung. Es wurde viel erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel“, bilanzierte SoVD-Kreisfrauensprecherin Annemarie Hunfeld die Erfolge der Frauenrechtsbewegung in ihrer Begrüßungsansprache. Zwar seien Frauen in Deutschland heute gesetzlich völlig gleichgestellt, aber besonders im Berufsleben würden Frauen häufig gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt. „Es sind zumeist Frauen, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Deshalb tragen sie ein besonders hohes Risiko, im Alter arm zu sein“, erklärte Hunfeld und forderte, dass Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Den Ausführungen schloss sich Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbands Emsland, an. Es gebe Gründe genug, am Internationalen Frauentag auf die Ungleichheit und Ungerechtigkeit hinzuweisen, so Sackarendt.

Gastredner Michael Teschke, Ortsbürgermeister der Gemeinde Brögbern, betonte die Notwendigkeit der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und forderte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Angelika Roelofs, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lingen, referierte in ihrem Grußwort die Geschichte der Frauenrechtsbewegung und knüpfte an die Ausführungen ihrer Vorredner an: „Frauen sollten in allen Positionen der Wirtschaft und auch der Politik gleichberechtigt vertreten sein, aber davon sind wir noch weit entfernt“, stellte Roelofs fest. Auch heute bekämen Frauen oft nur Teilzeitstellen oder Minijobs. „Und das rächt sich dann später als Altersarmut“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Nachfolgend informierte Ludger Plogmann die Anwesenden über die Arbeit des Vereins „TelefonSeelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim e.V.“ Die Telefonseelsorge sei ein wichtiges Instrument zur Verhinderung von Suiziden, machte Plogmann deutlich. 65 ehrenamtliche Mitarbeiter beantworten durchschnittlich 13.000 Anrufe im Jahr. Die Telefonseelsorge könne Probleme zwar nicht lösen, aber durch menschliche Nähe, Zuwendung und Anteilnahme werde erreicht, dass die Anrufenden dies selbst schaffen. Über dem Markt der Möglichkeiten, der vom Verein „Hobby und Helfen“ bereits seit einigen Jahren im Rahmen dieser SoVD-Veranstaltung ausgerichtet wird, spendeten die SoVD-Frauen 500 Euro für die Telefonseelsorge Emsland.

Im Anschluss erwartete die Teilnehmerinnen ein Frühstücksbuffet. Ein Auftritt des Kabarettisten Martin Funda, der mit viel Humor Politik, Kirche und Gesellschaft aufs Korn nahm und zugleich mit Musik für einen unterhaltsamen Nachmittag sorgte, rundete das Programm ab.