Ein Praktikum bei den EMS-VECHTE-NEWS: „Learning by Doing!“
Anna-Lena Warring aus Uelsen war einen Monat lang als Praktikantin im EVN-Team dabei. (Foto: Sascha Vennemann)

Ein Praktikum bei den EMS-VECHTE-NEWS: „Learning by Doing!“

4. September 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Anna-Lena Warrink (19) aus Uelsen arbeitete vier Wochen in unserer Online-Redaktion

Von Anna-Lena Warrink. Nach dem Abitur in diesem Jahr habe ich beschlossen, „Medienwirtschaft und Journalismus“ zu studieren. Voraussetzung für die Annahme an der Hochschule ist jedoch, ein Vorpraktikum von vier Wochen im journalistischen Bereich abzuleisten. Drei Telefonate und ein Vorstellungsgespräch später landete ich also in der Onlineredaktion der Ems-Vechte-News in Emlichheim, die mir ein vierwöchiges Praktikum in ihrer Redaktion ermöglichten. Was ich in dieser Zeit so gemacht habe und wie es mir zwischen diesen ganzen (verrückten) Leuten ergangen ist, erzähle ich in folgendem Bericht.

Anna-Lena Warring aus Uelsen war einen Monat lang als Praktikantin im EVN-Team dabei. (Foto: Sascha Vennemann)

Anna-Lena Warrink aus Uelsen war einen Monat lang als Praktikantin im EVN-Team dabei.
(Foto: Sascha Vennemann)

Abi und Katzen – und Korrekturen

Für meinen ersten Artikel konnte ich mir selbst ein Thema aussuchen. Was bietet sich in meiner Situation besser an, als „Abi – und was dann?“ Mein Artikel wurde von Redakteur Sascha durchgelesen und mit Verbesserungsvorschlägen zum Überarbeiten nochmal zurückgeschickt, dann gezeigt, wie das alles funktioniert mit dem Hochladen und am selben Tag ging er – mein erster Artikel! – noch online. Schon komisch seinen Namen vor einem Artikel zu sehen, der von relativ vielen Leuten gelesen wird. Anschließend wurde mir erstmals ein Thema für einen Bericht vorgegeben. Ich durfte etwas zum Thema „Weltkatzentag“ schreiben, und es wurde einer meiner Lieblingsartikel. Danach nahm alles so seinen Lauf: Ich hab immer mal wieder Themen vorgegeben bekommen und kleine Artikel geschrieben, wurde schneller im Schreiben (je nach Thema) und machte weniger Fehler. Schon bald fing ich an, selbst Themen zu recherchieren – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Projekte und Erfahrungen, die ich wohl nie vergesse

Dann kamen hier und da ein paar größere Projekte dazu: Mein Mode-Bericht in Zusammenarbeit mit dem „Jungen Laden“ in Neuenhaus oder das Interview mit Ann-Marie Olthoff zu den Kommunalwahlen. Auch einen Satire-Bericht und eine Rezension habe ich geschrieben. Irgendwann hieß es: „Mach doch mal eine Umfrage, spontan, noch heute.“ „Gute Idee“, dachte ich – zumindest vorerst. Ich bin also nach Nordhorn gefahren und sollte bei Sturm und Regen Fußgänger über ihre alten Sachen auf dem Dachboden ausfragen. Man kann sich ja vorstellen, wie das abgelaufen ist… Die Leute anzusprechen war nicht das Problem, Leute zum Antworten bewegen schon eher – besonders bei dem Wetter. Irgendwie habe ich dann doch die ein oder andere Antwort bekommen. Eine Woche später folgte dann die zweite Umfrage – deutlich erfolgreicher. Zwar gab es immer noch diesen Blick: „Hilfe, fremder Mensch mit Schreibzeug!“, trotzdem kamen bei schönem Wetter und Sonnenschein doch längere und intensivere Gespräche zustande – wieder was gelernt.

Dann hatte EVN-Chef Rainer den Film „Zeitgeist – Moving Forward“ irgendwie und irgendwo aufgeschnappt. Das darin behandelte Thema ließ ihn wohl irgendwie nicht mehr los: Eine Welt ohne Geld. Wer durfte den knapp drei Stunden langen Film auch gucken und nachher einen Bericht darüber schreiben? Das war dann wohl ich. Zugegeben, das war nicht unbedingt mein Lieblingsthema, aber mit Saschas Hilfe wurde auch dieser Bericht irgendwann fertig. Demnächst werdet ihr ihn hier lesen können.

Vier Wochen „EVN backstage“ – Mein Fazit

Das Team war super. Es herrschte immer eine entspannte Atmosphäre, in der zwar konzentriert gearbeitet wurde, durch Sprüche und Gespräche der Mitarbeiter war aber vor allem ein lockeres Arbeitsumfeld gegeben. Sascha hat mich dabei immer mit Arbeit versorgt und Rainer mit komischen Theorien und philosophischen Gesprächen – sehr amüsant!

Aber ernsthaft: Ich hab viel gelernt, durfte immer sagen, was ich von Themen halte und dazu sehr, sehr selbstständig arbeiten – stets nach dem Motto: „Learning by Doing“. Ich wurde möglicherweise auch hier und da mal, wie man so schön sagt, „ins kalte Wasser geworfen.“ Durch die vielen eigenen Berichte erfuhr ich, wie mein Schreibstil oder meine Ideen bei den Lesern ankommen und ob meine Berichte überhaupt gelesen werden. Ja, manchmal hatte ich am Ende sogar den erfolgreichsten Bericht des Tages geschrieben. Ich kann mit diesem Abschlussbericht also ein gelungenes Praktikum hinter mir lassen, das meine Erwartungen erfüllt hat und mir durch das selbstständige Arbeiten einen Einblick in das Leben eines Journalisten bieten konnte.