Dorfentwicklung Holthausen-Biene: Alte Backstube Wintering saniert
Manuel und Bianca Wintering, Architekt Hermann Greve, Dr. Harald Meyer, Paul Janßen vom Arbeitskreis Dorfentwicklung, Marc Pavlitzek von der Stadt Lingen, Helmut Mansholt von Arbeitskreis Dorfentwicklung, Martina Cordes vom Amte für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, der Fachbereichsleiter Tiefbau Georg Tieben, und Ortsbürgermeister Uwe Dietrich besichtigten zusammen die „neue“ alte Backstube der Familie Wintering in Holthausen-Biene. (Quelle: Stadt Lingen)

Dorfentwicklung Holthausen-Biene: Alte Backstube Wintering saniert

21. Juli 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Prägendes Gebäude für Geschichte Holthausen-Bienes und Ortsteil selbst

Lingen. Welche Möglichkeiten das Förderprogramm für die Dorfentwicklung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch für private Institutionen und Maßnahmen bietet, dafür gibt es mittlerweile einige Beispiele in Holthausen-Biene. Zu den jüngsten und herausragenden Projekten zählt sicherlich die Sanierung der alten Backstube Wintering. In einem Ortstermin überzeugten sich Ortsbürgermeister Uwe Dietrich zusammen mit dem beauftragte Planer Dr. Harald Meyer vom Büro Stadtlandschaft aus Hannover, weiteren Vertretern der Verwaltung, des Arbeitskreises Dorfentwicklung und des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Martina Cordes nun von dem Ergebnis. Bauherr Manuel Wintering stellte die Maßnahme zusammen mit seiner Frau Bianca und dem Architekten Hermann Greve vor.

„Mein Großvater und nach ihm mein Vater haben von 1930 an bis in die 1980er Jahre in dieser Backstube Brötchen, Brot, Kuchen und Torten in alter Handwerkskunst hergestellt“, berichtete Manuel Wintering. 2012 drohte das leer stehende Gebäude dann zu verfallen. Damals habe sein mittlerweile verstorbener Vater, Heinz-Georg Wintering, die ersten Gespräche mit der Verwaltung und dem Arbeitskreis DEP in Holthausen geführt, wie man das Gebäude erhalten und sinnvoll nutzen könne. Nach ersten Maßnahmen zum Schutz vor Regen und Schnee wurde die Förderung 2016 bewilligt und die umfassende Sanierung konnte beginnen. Dazu mussten Dachstuhl und -eindeckung, Fenster und Türen sowie Mauerwerk und Verfugung erneuert und teilweise rekonstruiert werden, erklärte der beauftragte Architekt Hermann Greve. Das Ergebnis überzeugt und gefällt nicht nur die Anwesenden.

„Ich bin mir sicher, mein Vater wäre sehr erfreut, wenn er heute hier sein könnte“, sagte Manuel Wintering. „Schließlich haben er und sein Vater hier die Basis für unseren familiengeführten und erfolgreichen Handwerksbetrieb gelegt.“ Ortsbürgermeister Uwe Dietrich betonte, dass sowohl der Betrieb Wintering, als auch das Gebäude der Backstube den Ortsteil sehr geprägt haben. „Es ist wichtig und sehr schön, dass wir diesen Teil unserer Geschichte mit Hilfe des Förderprogramm für Holthausen erhalten können“, so Uwe Dietrich. Er dankte allen Beteiligten des Arbeitskreises, dem Architekten Hermann Greve und insbesondere Dr. Harald Meyer, der die Maßnahme intensiv begleitet hatte, sowie dem zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.

Mittels des so genannten DEP – Dorferneuerungsplanes – können Eigentümer für zuvor definierte Bausubstanzen, die das Bild eines Ortes in besonderer Weise prägen, finanzielle Unterstützung erhalten. Allerdings darf mit den entsprechenden Maßnahmen erst nach dem Zuwendungsbescheid begonnen werden. Förderanträge für das aktuelle Jahr können noch bis zum 15. September gestellt werden. Weitere Informationen sowie ein Flyer mit Hinweisen zum DEP sind bei der Ortsverwaltung Holthausen/Biene sowie auf der Internetseite der Stadt Lingen unter www.lingen.de erhältlich.