+++ Deutschlands giftigste Spinne auf dem Vormarsch: Ammen-Dornfinger breitet sich aus +++
Die Spinne Ammen-Dornfinger ist in Deutschland auf dem Vormarsch. (Foto: Rainer Altenkamp, Berlin - own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2791386)

+++ Deutschlands giftigste Spinne auf dem Vormarsch: Ammen-Dornfinger breitet sich aus +++

3. August 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

+++ Bald auch wieder im Emsland und der Grafschaft heimisch? +++ Schmerzhafter Biss durchdringt Haut und kann zu Schwindelanfällen führen +++

Deutschland. Sie ist ein kleines Tier mit einer durchschlagenden Wirkung: Die giftige Spinne Ammen-Dornfinger ist auf dem Vormarsch. Derzeit berichten wieder einige Medien über Deutschlands giftigste Spinne, die sich gerade im Osten Deutschlands immer weiter ausbreitet und aus dem Mittelmeerraum zu uns kommt. Das immer wärmer werdende Klima sei ein Faktor, warum die Spinne sich jetzt wieder bei uns wohlfühlt. Da die Spinne auf üppige Wiesenlandschaften steht, würde sie auch in der Grafschaft und im Emsland gute Lebensbedingungen vorfinden.

Die Spinne Ammen-Dornfinger ist in Deutschland auf dem Vormarsch. (Foto: Rainer Altenkamp, Berlin - own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2791386)

Die Spinne Ammen-Dornfinger ist in Deutschland auf dem Vormarsch.
(Foto: Rainer Altenkamp, Berlin – own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2791386)

Besonders groß ist sie nicht, und sie sieht auch recht unscheinbar aus. Lediglich 1,5 Zentimeter misst die Spinne namens Ammen-Dornfinger, die Weibchen sind etwas größer als die Männchen. Was sie besonders macht, ist ihr Biss, der durch die Haut des Menschen dringen kann und in etwa so schmerzhaft wie der Stich einer Wespe oder Biene sein soll. Das Gift jedoch kann zu wochenlangen Gelenkschmerzen führen, zu Schwindelanfällen und anderen Kreislaufproblemen. Selten wurde von Komplikationen wie absterbendem Gewebe berichtet. Sollte man gebissen werden und sich schlecht fühlen, sollte ein Notarzt gerufen werden. Insbesondere Allergiker müssen äußerst alarmiert sein, sollten sie gebissen werden. Dabei ist es wichtig, den Biss nicht zu kühlen und nicht zu kratzen.

Die Spinne ist nicht aggressiv. Sie verteidigt jedoch in ihrem Lebensraum – hohen Gräsern in wilden Wiesen – ihr Nestgespinst, wenn sie Gefahr wittert. Gerade jetzt befindet sich die Art in ihrer Brutzeit. Ihre Giftklauen können durch Kleidung dringen. Damit kann man sich also nicht schützen. Die Gefahr wirklich meiden kann man nur, in dem man befestigten Wegen bleibt. Panik ist jedoch unangebracht: Lebensgefährlich sind die Bisse der Ammen-Dornfinger Spinne nicht. (sv)




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