Der EVN-Ratgeber Gesundheit: Zahnfleischbluten – Symptom für ernstzunehmende Erkrankungen
Auch zu starkes Putzen kann zu Zahnfleischbluten führen. (Symbolbild, Quelle: pixabay.com)

Der EVN-Ratgeber Gesundheit: Zahnfleischbluten – Symptom für ernstzunehmende Erkrankungen

14. Dezember 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Was Sie bei Zahnfleischbluten tun können und was Sie vermeiden sollten

Dass das Zahnfleisch blutet, kann immer mal vorkommen. Ist dies jedoch häufiger der Fall, sollten Betroffene einen Zahnarzt aufsuchen. Zahnfleischbluten kann verschiedene Ursachen haben, die keinesfalls ignoriert werden sollten. Ob nach dem Einsatz von Zahnseide, beim Zähneputzen oder beim Essen – von Zeit zu Zeit blutet das Zahnfleisch. Kommt dies nur selten vor, besteht kein unmittelbarer Grund zur Sorge. Wer darunter jedoch häufiger leidet, sollte der Ursache auf den Grund gehen.

Zahnfleischbluten ist ernst zu nehmen

Zahnfleischbluten ist zunächst einmal ein Hinweis darauf, dass im Körper etwas nicht stimmt. Auch Veränderungen des Körpers können sich so bemerkbar machen. Es gibt viele Gründe, warum das Zahnfleisch blutet. Die häufigste Ursache ist eine Entzündung des Zahnfleisches, auch Gingivitis genannt. Eine Zahnfleischentzündung kann sich auf unterschiedlichen Wegen bemerkbar machen. So ist sie möglicherweise in Form von gerötetem Zahnfleisch sichtbar. Auch kann dieses leicht geschwollen sein oder bei Druck schmerzen. Diese Entzündung wird durch Bakterien ausgelöst und hängt oft mit einer mangelhaften Zahnhygiene zusammen. Damit einher geht oft die Bildung von Zahnbelag, auch Plaque genannt. Unbehandelt kann Zahnbelag zu Parodontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparats, führen. Das geschieht, indem sich die Bakterien im Mund vermehren und schließlich die Zahnwurzeln angreifen. Auch eine Parodontitis kann Zahnfleischbluten verursachen.

Verschiedene Gründe für Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten kann auch auf einen von Karies befallenen Zahn hindeuten. Bereits abgeschlossene Füllungen von Zähnen können außerdem derart auf das Zahnfleisch drücken, dass es blutet. Dasselbe gilt für herausnehmbaren Zahnersatz. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle; ein Mangel an Vitamin C kann beispielsweise für blutendes Zahnfleisch sorgen. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe möglicher Ursachen – von Nebenwirkungen von Medikamenten bis hin zur Bluterkrankheit. Selbst eine Schilddrüsenfehlfunktion kann sich auf das Zahnfleisch auswirken. Tabakkonsum, ein geschwächtes Immunsystem oder HIV können ebenfalls das Bluten begünstigen. Auch eine Übertragung der das Zahnfleischbluten auslösenden Bakterien durch Küssen ist möglich, wenn der Partner an einer Zahnfleischentzündung leidet. In der Schwangerschaft kann es durch hormonelle Veränderungen zu Zahnfleischbluten kommen. Der Körper reagiert dann empfindlicher auf Bakterien. Aus demselben Grund kann Zahnfleischbluten auch in der Pubertät oder den Wechseljahren auftreten.

Zahnfleischbluten verhindern

Je nachdem, welche Ursache dem Zahnfleischbluten zugrunde liegt, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. In manchen Fällen ist schlicht die Zahnbürste zu hart oder der beim Zähneputzen auf die Zähne ausgeübte Druck zu groß. Dann kann eine etwas weichere Zahnbürste kombiniert mit einem anderen Putzverhalten helfen. Liegen Karies oder eine Parodontitis vor, sollte das unbedingt vom Zahnarzt behandelt werden. Eine gute Mundhygiene ist essenziell, um Zahnfleischbluten zu verhindern. Außerdem sollte die Zahngesundheit regelmäßig vom Zahnarzt kontrolliert werden.