Der EVN-Ratgeber Gesundheit: Schwindel, Tinnitus, Kopf- und Halsschmerzen? – Lassen Sie Ihre vordere Halswirbelsäule untersuchen!
Expertengespräch mit Osteopath Jens-Peter Braren vom Therapiezentrum Sünnenberg in Emlichheim. (Fotos: privat, Hintergrund: pixabay.com)

Der EVN-Ratgeber Gesundheit: Schwindel, Tinnitus, Kopf- und Halsschmerzen? – Lassen Sie Ihre vordere Halswirbelsäule untersuchen!

15. November 2017 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Jens-Peter Braren vom Therapiezentrum am Sünnenberg in Emlichheim über die osteopathische Bedeutung der vorderen Halswirbelsäule

Emlichheim. Leiden Sie an Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schwindel, Tinnitus oder Schluckbeschwerden? „Oft wird von der Halswirbelsäule als Ursache in diesem Zusammenhang gesprochen, aber man darf nicht alleine an die knöcherne Wirbelsäule und den dazugehörigen Bandscheiben denken“, sagt Osteopath Jens-Peter Braren vom Therapiezentrum am Sünnenberg in Emlichheim. Der vordere Bereich der Halswirbelsäule werde in der Untersuchung oftmals nicht ausreichend berücksichtigt, aber diese Strukturen können oft großen Anteil am Entstehen dieser Symptome haben.

Diese Strukturen sind z.B.:

  • das Zungenbein,

  • Sprech-, Stimmapparat,

  • Luftröhre,

  • Rachen-, Schlundmuskulatur,

  • Nerven (z.B. N.Phrenicus für das Zwerchfell, unser Atemmuskel, oder der N.Vagus, ein vegetativer Nerv für die Versorgung innerer Organe)

  • und weitere Strukturen wie Muskeln, Bänder, Gefäße, etc.

„Vor einigen Jahren habe ich an einer Weiterbildung bei einem französischen Osteopathen und Arzt für Phoniatrie teilgenommen, die genau die Untersuchung und Behandlung dieser Region zum Thema hatte“, berichtet Braren. In der Osteopathie gehe es dabei immer um die manuelle Untersuchung der Strukturen. Ein Röntgenbild, oder ein MRT kann im Bild den Zustand der Strukturen darstellen. Dies sei für die Diagnosestellung und Prognose sehr wichtig. In der osteopathischen Untersuchung wird das Gewebe manuell auf Spannungen untersucht, die Qualität des Gewebes wird geprüft. Spannungen im Gewebe können unter Umständen zu Funktionsstörungen führen, so dass daraus verschiedene Symptome resultieren können.

„Im Fall des Bereichs der vorderen Halswirbelsäule geht es unter anderem darum, zu prüfen, ob sich die Anteile des Stimm-, Sprechapparats und die Luftröhre mit ihren verschiedenen Knorpelspangen gegenüber ihren angrenzenden Strukturen frei bewegen können“, erläutert Braren das Vorgehen bei der Untersuchung. „Ich teste auch den Spannungszustand der Rachen- und Schlundmuskulatur, die z.B. direkt an der Schädelbasis ansetzt und somit mechanischen Einfluss auf die Kopfstellung haben kann. Dies sind nur Beispiele, die die direkte Untersuchung dieser Region darstellen soll.“

Die Strukturen, die den Hals passieren, zeigen auch deren Bezug zu anderen Regionen des Körpers:

  • die Luftröhre z.B. zum Bronchialsystem,

  • die Speiseröhre läuft runter durch das Zwerchfell hindurch zum Magen,

  • nach oben ist das Zungenbein mit Strukturen des Kiefers verbunden

  • und natürlich gibt es direkte Beziehungen zu den knöchernen Anteilen von Halswirbelsäule und Schädel.

All diese Verbindungen finden in der osteopathischen Untersuchung Berücksichtigung und diese Funktionszusammenhänge werden getestet. Es sei also bei hartnäckigen Symptomen, die eventuell bislang auf anderer Weise bereits behandelt wurden und nicht ausreichend gut verbessert werden konnten, durchaus sinnvoll, diese Region in die Untersuchung mit einzubeziehen.

Jens-Peter Braren vom Therapiezentrum am Sünnenberg gibt dazu ein Patientenbeispiel aus seiner Praxis: „Ein Patient kam zum ersten Mal zu mir und wollte die Osteopathie ausprobieren. Er wurde wegen seiner Beschwerden bislang immer physiotherapeutisch behandelt, aber leider wirkte dies nun nicht mehr. Er litt ständig an seitlichen Nackenschmerzen, die auch in den Arm strahlten und beides war sehr zermürbend für ihn. Er gab an, dass er vor etlichen Jahren einen schweren Unfall mit dem Motorrad hatte, wobei ihm einiges, auch der Kiefer, gebrochen wurde. In der körperlichen Untersuchung war das auffälligste eine stark gespannte Rachen- und Schlundmuskulatur, die auch die Symptome auslöste. Damit im Zusammenhang stand ein einseitig unter Spannung stehendes Kiefergelenk. Auf die Behandlung reagierte er sehr gut und war rasch sehr zufrieden mit einer sehr guten Linderung der Symptome.“

„Es gibt den Ausspruch in der Osteopathie :’Dig on!’ – ‘Weitergraben’, also nicht aufgeben“, so Braren abschließend. „Unter Umständen kann die Behandlung dieser Region der Schlüssel sein, um eine Veränderung Ihrer Beschwerden herbeizuführen. In diesem Fall bin ich gerne für Sie da!“

Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, erreichen Sie Jens-Peter Braren unter der Nummer 05943 983060. Sie können auch gerne über die Homepage www.therapiezentrum-suennenberg.de oder auf Facebook (Therapiezentrum Sünnenberg) Kontakt mit dem Osteopathen und seinen Kollegen aufnehmen.

(Dieser Ratgeber wird Ihnen präsentiert vom “Therapiezentrum am Sünnenberg, Emlichheim)