CDU-Stadtverband zieht Halbzeitbilanz
"Politisches Frühstück" bei der CDU Lingen im Theater an der Wilhelmshöhe. Foto: CDU Lingen

CDU-Stadtverband zieht Halbzeitbilanz

2. Oktober 2014 0 Von slindschulte

Offener Meinungsaustausch bei „politischem Frühstück“

"Politisches Frühstück" bei der CDU Lingen im Theater an der Wilhelmshöhe. Foto:  CDU Lingen

“Politisches Frühstück” bei der CDU Lingen im Theater an der Wilhelmshöhe. Foto: CDU Lingen

Lingen. Halbzeit ist die umgangssprachliche Bedeutung für die Hälfte. Und wenn man nach der Hälfte einer Zeitperiode Bilanz zieht, will man ein Fazit oder Zwischenergebnis seiner Tätigkeit und Arbeit ziehen. Die Lingener CDU hatte genau dieses Ziel vor Augen, als sie am vergangenen Samstag alle christdemokratischen Mandatsträger und Kandidaten zur Kommunalwahl 2011 zu einer Halbzeitbilanz ins Theater an der Wilhelmshöhe einlud.

Genau in der Mitte der fünfjährigen Wahlperiode des emsländischen Kreistages, des Stadtrates und der neun Lingener Ortsräte sollten der offene Meinungsaustausch und die selbstkritische Rückschau auf die vergangenen zweieinhalb Jahre der Grundgedanke der CDU für diese Veranstaltung sein. Die rund 150 CDU-Kandidaten zur Kommunalwahl 2011 waren damals gemeinsam unter der Kampagne „Klasse Köpfe“ für die Kommunalparlamente angetreten, doch nicht jeder „klasse Kopf“ konnte in die Räte einziehen, weil die Zahl der zu vergebenen Mandate begrenzt ist. Jetzt waren aber ausdrücklich alle Kandidatinnen und Kandidaten aus den Lingener Orts- und Stadtteilen zur Halbzeitbilanz willkommen.

„Wir wollen Meinungen hören, eine Manöverkritik durchführen und zu Diskussionen anregen“, begrüßte CDU-Stadtverbandsvorsitzende Irene Vehring die zahlreich erschienenen Parteimitglieder. Zentrale Fragestellungen des Vormittages waren dabei, welche Bedeutung bestimmte kommunale Themen der ersten Hälfte der Wahlperiode in Lingen hatten und wie die Wahrnehmung der CDU zu dem jeweiligen Thema war.

Während eines „politischen Frühstücks“ bei belegten Brötchen, Kaffee und Tee ging es in mehreren Kleingruppen dann sofort zur Sache. An den Tischen im Theaterfoyer wurde zu allen bisherigen stadtpolitischen Themen angeregt diskutiert. Dabei ging es um Themen wie die EmslandArena, den Hochschulstandort, die Wirtschaftsförderung, die Lingener Schullandschaft, das Einzelhandelskonzept, die Sportförderung, das Krematorium, die Aufgabenkritik oder auch die Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister. Ob und wie gut oder schlecht die CDU dabei weggekommen ist, sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Am Ende wurden die Ergebnisse zusammengetragen und dokumentiert.

Im Anschluss an den Blick in die Vergangenheit richtete sich der Fokus auf die nächste Hälfte der Legislaturperiode, verbunden mit der Fragestellung, wo die CDU-Mitglieder den Schwerpunkt der CDU bis zur Kommunalwahl 2016 sehen. Unter der Moderation des Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Uwe Hilling, entwickelte sich ein Austausch über die zukünftigen Themen der Stadtpolitik. Zur Sprache kamen dabei der Fachkräftemangel, die Zukunft der kleinen Grundschulen, die Wohnbauentwicklung, die Haushalts- und Finanzsituation, die Familienförderung sowie viele weitere Themenfelder.

„Damit auch zukünftig die Mehrheit der Bevölkerung die Ergebnisse unserer Politik und die Entscheidungen mitträgt, müssen wir unsere Positionen immer wieder erklären und für Akzeptanz werben“, unterstrich Hilling abschließend die Marschroute für die nächsten Jahre. Für Irene Vehring steht indes fest, dass die politische Willensbildung in den Ortsräten und den CDU-Ortsverbänden in der Arbeit der CDU-Mehrheitsfraktion im Stadtrat auch in Zukunft Berücksichtigung finden werde, wie es auch in der Vergangenheit der Fall war. „Unsere Stärke ist die Geschlossenheit und der Zusammenhalt“, so die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes.

Auf den Punkt brachte es zum Ende des Vormittags CDU-Stadtverbandsvorstandsmitglied Christian Giesen: „Lingen ist ’was Besonderes!“ Damit das so bleibt, erhebt die Lingener CDU weiterhin den Anspruch, an der positiven Entwicklung der Stadt mitzuwirken und die Politik aktiv mitzugestalten. Jedenfalls war nach Auffassung aller Anwesenden die Halbzeitbilanz am vergangenen Samstag mit der kommunikativen Form und hohen Diskussionskultur ein gelungener und erfolgreicher Ansatz dafür.