Bericht: Eröffnung der Kindertagesstätte „Regenbogen St. Joseph“ in Emlichheim – Teil 1
Gemeindedirektorin Daniela Kösters im Talk mit Bürgermeister Jüne Strenge, Landrat Friedrich Kethorn und Pfarrer Bischof. (Foto: Sascha Vennemann / EVN)

Bericht: Eröffnung der Kindertagesstätte „Regenbogen St. Joseph“ in Emlichheim – Teil 1

1. August 2017 1 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Kinderbetreuungsquote in Emlichheim nun bei 77 Prozent

Von Sascha Vennemann. Emlichheim. Ein paar kleine Stellen waren noch fertig, als am Donnerstag, den 27. Juli 2017 die neue Kindertagesstätte „Regenbogen St. Jospeh“ in Emlichheim eingeweiht wurde, verrät Architekt Ulrich Wolbeck, kurz bevor er den symbolischen Schlüssel an die Gemeinde Emlichheim in Person des Bürgermeister Jöne Strenge weiterreichte. Der behielt ihn nicht lange, sondern gab ihn direkt in die Hände von Catharina Pretzel weiter, der Leiterin der neuen Kita, die am 1. August 2017 ihren Betrieb offiziell aufgenommen hat. Von den „kleinen Stellen“, an denen die Handwerker noch einmal Hand anlegen sollten, war da aber für die Augen eines Laien nichts zu erkennen. Der 1,7 Millionen-Euro-Bau präsentierte sich den rund 100 geladenen Gästen makellos und für noch einmal zusätzliche 200.000 Euro vollständig mit Möbeln und Spielsachen ausgerüstet. Die Farben des Regenbogens spiegeln sich auch in dem von Alexander Stockfleth entworfenen Kita-Logo wieder, das nun den Eingang das Gebäudes ziert.

Das Logo der Kindertagesstätte „Regenbogen St. Joseph“ wurde von Alexander Stockfleth entworfen.
(Foto: Sascha Vennemann / EVN)

Bevor sich die Gäste das Haus selbst ansehen und erwandern konnten, standen aber zunächst noch zwei von Gemeindedirektorin Daniela Kösters moderierte Talkrunden mit diversen Gästen an – „eine etwas „lockerere“ Form als die Grußworte, die man sonst erwarten würde“, sagte Kösters und verriet, dass sie sich diese Idee bei ihren niederländischen Kollegen abgeschaut hätte, was Peter Snijders, der Bürgermeister von Coevorden, der just an diesem Tag ein „Bürgermeisterpraktikum“ in Emlichheim absolvierte, wohlwollend zur Kenntnis nahm.

In der ersten Runde unterhielten sich Bürgermeister Jüne Strenge, Landrat Friedrich Kethorn und Pfarrer Bischof vom Träger der Kita, der katholischen Kirchengemeinde, über die Entstehung des Baus und ihre Wünsche für die Zukunft. „Vor zehn Jahren hätte ich noch nicht gedacht, dass Emlichheim eine weitere Kindertagesstätte benötigt, aber ich freue mich, dass es so ist“, sagte Jüne Strenge zu Beginn und verwies noch einmal darauf, dass eine gute Kinderbetreuung natürlich auch ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde sei. Die Idee, die Ausschreibung für die Kita als Architektenwettbewerb laufen zu lassen – die zunächst von einigen Ratsmitgliedern misstrauisch aufgefasst worden sei – habe sich im Nachhinein als Glücksgriff erwiesen. Das habe sich ja auch schon beim Bau der Vechtetalhalle bewährt. Landrat Friedrich Kethorn freute sich, dass der Landkreis seiner Aufgabe der Bereitstellung einer Betreuung gut nachkomme und bereits eine Versorgungsquote von 35 – 40 Prozent vorweise. Kösters ergänzte, dass diese Quote nun in Emlichheim sogar bei 77 Prozent liege – Tagespflege mit eingerechnet.

Kita-Leiterin Catharina Pretzel, Bürgermeister Jüne Strenge und Architekt Ulrich Wolbeck bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
(Foto: Sascha Vennemann / EVN)

Zunächst war angedacht, die Kita als kommunal getragenes Angebot zu verwirklichen, aber als sich die katholische Gemeinde als Träger ins Spiel brachte, war die Politik darüber erfreut. Die reformierte und die alt-reformierte Gemeinde sind als Träger für die Kita „Kleiner Leuchtturm“ bereits präsent gewesen, die katholische Gemeinde passe also als Träger sehr gut ins Gesamtbild. Pfarrer Bischof betonte, dass die frühkindliche Bildung auch für das Bistum Osnabrück einen hohen Stellenwert besitze, um bereits den Kleinsten gewisse Werte mit auf den Weg zu geben – trotz der zusätzlichen Kosten, die solche Angebote verursachen. Er erhoffe sich auch, dass die Kinder der Kirche durch einen Besuch in einer Kita mit kirchlicher Trägerschaft später wohlgesonnen sind, zumal sich die Kita ja auch in unmittelbarer räumlicher Nähe zur katholischen Gemeinde befinde.

Lesen Sie morgen den zweiten Teil unseres Berichts von der Kita-Eröffnung, dann u.a. mit der zweiten Talkrunde in der sich Mirko Breukelman von der Gemeinde Emlichheim, Kita-Leiterin Catharina Pretzel, Architekt Ulrich Wolbeck und Ingrid Blankefort, die Kita-Fachberaterin der Caritas, den Fragen von Daniela Kösters stellten.