Bee happy – Emlichheim blüht: Vortrag mit „Wildbienenmann“ Hermann Hunfeld am 23. April
(von links): Aktiv für die Bienen - Melanie Breukelman und Daniela Kösters. (Foto: Dieter Lindschulte)

Bee happy – Emlichheim blüht: Vortrag mit „Wildbienenmann“ Hermann Hunfeld am 23. April

7. April 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Samtgemeinde und MGH Senfkorn bilden Partnerschaft zum Schutz von Bienen und anderen bedrohten Insekten

Emlichheim. Wegen der vielen aktuellen Meldungen über den dramatischen Rückgang von Honig- und Wildbienen haben sich die Verantwortlichen des Mehrgenerationenhauses Senfkorn (MGH) und der Samtgemeinde Emlichheim zu einer Partnerschaft unter dem Motto “Bee happy – Emlichheim blüht” für die Verbesserung der Situation der bedrohten Insekten zusammengetan.

Bienen sind die wichtigsten Bestäuber und haben daher eine enorme Bedeutung für die Nahrungskette. Ohne Insekten geht die heimische Artenvielfalt verloren und das hat schwerwiegende Folgen vor allem für den Menschen. „Nach den vielen erschreckenden Meldungen über den Rückgang der Bienen habe ich mich gefragt, was wir denn hier vor Ort für den Erhalt dieser wichtigen Geschöpfe tun können?“, erläutert Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters die Motivation für die Projektpartnerschaft.

Auch im MGH hat sich Geschäftsführerin Melanie Breukelman mit ihren Mitarbeiterinnen viele Gedanken gemacht, wie man den die Artenvielfalt im heimischen Umfeld verbessern kann. „Wir verfügen über ein breites generationsübergreifendes Netzwerk und sind in der Lage, über unsere Strukturen verschiedene Akteure zu diesem wichtigen Thema zusammenbringen“, berichtet Breukelman. Für die Idee eines neuen Naturprojektes in Emlichheim hat das MGH bereits Imker, Jäger und Landwirte zu ersten Gesprächen ins Boot geholt. Gemeinsam haben Samtgemeinde und MGH nun unter dem Titel „Bee happy – Emlichheim blüht“ eine Strategie entwickelt, wie man auf breiter lokaler Ebene etwas für die Verbesserung der Nahrungssituation für bedrohte Insekten tun kann. Dabei soll vor allem die Öffentlichkeitsarbeit, generationsübergreifende Sensibilisierung der Einwohner und bürgerschaftliches Engagement im Vordergrund stehen. „Bei diesen ganzen Meldungen hat man das Gefühl, man kann alleine nichts bewirken. Einige fragen sich vielleicht, was kann ich denn selbst tun? Mit „Bee happy – Emlichheim blüht“ wollen wir aufzeigen, dass jeder auch im Kleinen mit einfachsten Mitteln, z.B. im eigenen Garten für den Erhalt der Artenvielfalt etwas erreichen kann“, erklären Breukelman und Kösters. Sie planen dazu mehrere Veranstaltungen wie zum Beispiel Imkerkurse. Sie wollen aber auch konkrete Umweltaktionen und Naturprojekte durchführen oder anstoßen. „Unser Ziel ist vor allem, dass wir viele Menschen in der Samtgemeinde zum Mitmachen mobilisieren können. Gemeinsam mit lokalen Akteuren wollen wir wirklich etwas für den Schutz der bedrohten  Insekten erreichen“, heißt es aus dem MGH und der Samtgemeindeverwaltung.

Zum Auftakt für die Partnerschaft „Bee happy – Emlichheim blüht“ laden Samtgemeinde und Mehrgenerationenhaus am Montag, den 23.04.2018 um 19.00 Uhr im Haus Ringerbrüggen zu einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung mit dem sog. „Wildbienenmann“ Hermann Hunfeld aus Dortmund ein. Dieser ist Experte für Wildbienen und tritt regelmäßig im WDR-Fernsehen auf. In einer unterhaltsamen und lehrreichen Naturschutzpräsentation mit vielen faszinierenden Bildern wird die Bedeutung der Wildbienen mitsamt ihrer Entwicklung, ihrer Fortpflanzung und Lebensweise sowie ihrem Nutzen als unentbehrliche Bestäuber weltweiter Kultur- und Blütenpflanzen vorgestellt.

Am gleichen Abend wird eine kleine Wanderausstellung der Samtgemeindebücherei im Haus Ringerbrüggen eröffnet, in der eine breite Palette von Büchern, Info- und Anschauungsmaterial zu diesem Thema zusammengestellt sind.

Für die Vortragsveranstaltung am Montag, 23.04.2018 um 19.00 Uhr im Haus Ringerbrüggen ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Am Eingang wird ein geringer Kostenbeitrag von 2 € erhoben. Dafür erhält jeder Gast am Ende eine kleine blumige Überraschung.