ALFA-Mobil besucht Nordhorn am 27. September
Aufsuchende Beratung: Am Alfa-Mobil-Stand informieren Mitarbeiter interessierte Bürger und Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten. (Quelle: Stadt Nordhorn)

ALFA-Mobil besucht Nordhorn am 27. September

14. September 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Das ALFA-Mobil hält vor der Stadtbibliothek auf dem Büchereiplatz

Nordhorn. Zeitung lesen, Notizen für die Kinder schreiben, im Büro E-Mails verschicken, für knapp 5.000 Erwachsene in Nordhorn sind diese Alltagshandlungen kaum zu überwindende Hürden. Um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, kommt das Alfa-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG) am 27. September nach Nordhorn. Von 14 – 19 Uhr wird es vor der Stadtbibliothek auf dem Büchereiplatz stehen.

„Viele Menschen sprechen uns spontan an und informieren sich über Kursangebote vor Ort“, sagt Projektleiter Tim Henning. Deshalb arbeitet das bundesweit tätige Projekt mit lokalen Ansprechpartnern zusammen. In Nordhorn besucht das Alfa-Mobil die Familienbildungsstätte und die Stadtbibliothek Nordhorn.

„Die besten Botschafter für Kurse sind natürlich Kursteilnehmer selbst“, sagt Projektmitarbeiterin Juliane Averdung. Deshalb werden viele der Aktionen von (ehemaligen) Betroffenen begleitet. Viele erzählen, dass sie lange gebraucht haben, bis sie sich zum Lernen in einem Kurs entschlossen haben. Im Kurs werden sie nicht nur sicherer im Lesen und Schreiben, sondern steigern auch ihr Selbstvertrauen.

Im Alfa-Mobil informieren die Mitarbeiter des BVAG im Rahmen der Kampagne „Nur Mut. Der nächste Schritt lohnt sich.“ bundesweit zum Thema Analphabetismus in Deutschland. Mit den Alfa-Mobil-Aktionen sollen Betroffene sowohl direkt als auch indirekt über eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Träger des Projektes ist der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Der Verein bedient das aus TV-Werbespots bekannte Alfa-Telefon und pflegt eine bundesweite Kursdatenbank. Darüber hinaus fördert er in zahlreichen weiteren Projekten das Lesen und Schreiben. Die Vereinsarbeit wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Verkaufserlöse finanziert. Ernst Klett Sprachen sowie zahlreiche weitere Kooperationspartner unterstützen den Verband.