„Afrika-Fest“ für die BELU-Ugandahilfe am 29. Juli auf der Waldbühne Ahmsen
Ludwig Wilkens engagiert sich seit vier Jahren in Afrika. Er und sein Freund Bernd Rickermann konnten schon viele Verbesserungen für die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Kinder erreichen. (Foto: privat)

„Afrika-Fest“ für die BELU-Ugandahilfe am 29. Juli auf der Waldbühne Ahmsen

18. Juli 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Topstar aus Uganda zu Gast – Afrikanischer Festgottesdienst mit Generalvikar Theo Paul – Chöre und Trommeln

Von Hermann Gerdes. Ahmsen. „Glaube verbindet uns mit Afrika.“ So lautet das Motto des Afrika-Festes am Freitag, dem 29. Juli, auf der Ahmsener Waldbühne. Die Belu-Ugandahilfe erhofft sich an diesem Nachmittag und am Abend – mit umfangreichem Programm, Gottesdienst und Konzert bei kostenlosem Eintritt – einen weiteren starken Schub und wirkmächtige Hilfe für ihre Arbeit in den notleidenden Orten Kabango und Masaka in Uganda.

Ludwig Wilkens engagiert sich seit vier Jahren in Afrika. Er und sein Freund Bernd Rickermann konnten schon viele Verbesserungen für die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Kinder erreichen. (Foto: privat)

Ludwig Wilkens engagiert sich seit vier Jahren in Afrika. Er und sein Freund Bernd Rickermann konnten schon viele Verbesserungen für die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Kinder erreichen.
(Foto: privat)

Die Arbeit von Bernd Rickermann (Ahmsen) und Ludwig Wilkens (Lorup) ist vielseitig beleuchtet, selten ausreichend gewürdigt worden. 2010 kam Rickermann erstmals nach Uganda. Seit 2012 wird er begleitet von Ludwig Wilkens, der aus gleicher helfender Motivation in Afrika tätig werden wollte. Kindern in Kabango wollen sie helfen. Dieser Ort hat kein sauberes Wasser und keinen Strom – selbst die Krankenstation kann ihre Medikamente nicht kühl lagern. 28 Lehrer kümmern sich um 2.400 Schüler, 170 Kinder sitzen in einer Klasse ohne Bänke. Nach jeder Reise erzählen sie von Momenten, die sie nicht loslassen: Kinder, die in Müllbergen nach etwas Essbarem suchen, eine Mutter, die ihre sechs Kinder und noch vier Waisenkinder allein großziehen muss, kranke Kinder, die mit ihren Eltern im Slum leben. „Viele sterben, weil sich keiner um sie kümmert“, erzählt Ludwig Wilkens, ohne seine Tränen zu verbergen.

Die beiden Freunde haben inzwischen einige Mitstreiter gefunden. Ein neues Schulgebäude mit zwei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer ist errichtet, eine Photovoltaikanlage sichert den Strom für den Kühlschrank in der Krankenstation, um Medikamente angemessen zu lagern. Immer halfen die Menschen vor Ort mit. Jetzt sollen Brunnen gebohrt werden; dazu kommt ein Kindergarten und eine Behinderten-Schule in Masaka. „Auch eine Werkstatt muss her“, meint Bernd Rickermann. Die Menschen vor Ort sollen selbst Brunnen bauen können.

„Und wenn ich mit dem Team der BELU Ugandahilfe das Leben von nur einem Kind gerettet hätte, wäre es genug Bestätigung für unsere Arbeit.“
(Bernd Rickermann)

Die Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“ von Holte-Lastrup, über Lähden, Vinnen, Wachtum und Lahn bis nach Ahmsen packt mit an beim „Afrika-Fest“, für das DRK-Präsident und Bundestagsvizerpräsident a. D. Dr. Rudolf Seiters die Schirmherrschaft übernommen hat. Neben Bernd Rickermann und Ludwig Wilkens gehören Günther Schermann, Gerda Rickermann, Maria Ostendorf, Jennifer Lampen, Maria Thuinemann und Martin Pohlmann zum Organisations-Team.

Nach der Eröffnung um 15 Uhr durch Minister a. D. Rudolf Seiters gibt es ein  buntes Programm mit Chören, Musik, Tanz, Modenschau, Groschenkirmes, afrikanischen Genüssen und vielem mehr. Um 18 Uhr zelebriert Generalvikar Theo Paul aus Osnabrück eine heilige Messe auf der Waldbühne, die ebenfalls afrikanische Inhalte hat. Und ab 19 Uhr gibt es ein Konzert mit Deena Herr, einem Topstar aus Uganda.

In Uganda ist Deena Herr ein Superstar. Nun hat sich die aus Baden-Baden stammende Sängerin auf Promotionstour nach Deutschland begeben. Auf der Waldbühne Ahmsen präsentierte sie sich beim Piratenschiff „Jolly Roger“ aus dem Familienmusical „Peter Pan“. Am 29. Juli kommt Deena zurück zur Waldbühne und singt während des Afrikafestes. (Foto: Benken)

In Uganda ist Deena Herr ein Superstar. Nun hat sich die aus Baden-Baden stammende Sängerin auf Promotionstour nach Deutschland begeben. Auf der Waldbühne Ahmsen präsentierte sie sich beim Piratenschiff „Jolly Roger“ aus dem Familienmusical „Peter Pan“. Am 29. Juli kommt Deena zurück zur Waldbühne und singt während des Afrikafestes.
(Foto: Benken)

Deena Herr will nach ihrem Durchbruch in Uganda auch eine musikalische Karriere in Deutschland aufbauen. Sie ist unterwegs auf Promotionstour mit Interviews für bedeutende deutsche Radio- und Fernsehsender. Kürzlich war sie Gast bei Markus Lanz. In Uganda ist Deenas erster in der Landessprache Luganda gesungener Song, „Mumulete“, schon ein Megahit. Sie selbst arbeitet auch im Nachbarland Ruanda bei einem Hilfsprojekt für Straßenkinder mit. Deena beherrscht mehrere Sprachen; Englisch, Französisch, Italienisch, Ruandas Landessprache Kinyarwanda und jetzt auch nach und nach Luganda. Aber noch nicht profihaft genug. Deshalb schreibt ein Team Deenas Songtexte in Luganda um und komponiert die Musik. „Der Musikstil ist Afro-Fusion – eine Kombination aus afrikanischer und europäisch-amerikanischer Musik“, erklärt Deena.