Abi – und was dann?
"Willkommen in der Zukunft" - Für Schulabgänger stehen viele Türen offen. (Quelle: pixabay.com)

Abi – und was dann?

5. August 2016 1 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Anna-Lena Warrink aus Uelsen hat heute ihr Praktikum bei den EMS-VECHTE-NEWS begonnen. Wie sie dazu kam, schildert sie in ihrem ersten Bericht.

Von Anna-Lena Warrink. Die Freude war groß, als ich am 15. Juni 2016 endlich mein Abiturzeugnis entgegen nehmen durfte. Zwölf Jahre Schule, acht davon am Lise Meitner Gymnasium Neuenhaus/Uelsen sind jetzt für mich vorbei. Doch dann kommt die große Frage: Was aus dem Abitur machen? Wie den neu gewonnenen Lebensabschnitt beginnen? Diese Fragen habe ich mir als Schülerin natürlich noch nicht gestellt. Die Zeit nach dem Abitur schien immer so fern und jetzt bin ich schon mitten drin. Bei einer Sache bin ich mir aber schon immer sicher gewesen: Ich möchte irgendwann studieren, und das heißt für mich, die Grafschaft gegen den Großstadtdschungel eintauschen. Erst jetzt merke ich, das ist alles leichter gesagt als getan. Eine spannende und aufregende Umstellung, die mit Sicherheit nicht nur mir bevorsteht.

"Willkommen in der Zukunft" - Für Schulabgänger stehen viele Türen offen. (Quelle: pixabay.com)

“Willkommen in der Zukunft” – Für Schulabgänger stehen viele Türen offen.
(Quelle: pixabay.com)

Ab ins Ausland – oder doch noch nicht?

Freunde erzählen von ihren Plänen: Auslandsjahr in Brasilien, Freiwilligenarbeit in Kolumbien, Ausbildung bei der Bank, der Polizei, Medizinstudium, „Business and Languages“ studieren in Enschede, ein FSJ oder doch ein „gap year“? „Was machst du denn jetzt so nach dem Abi?“, das sind wohl die ersten Worte, die man von Bekannten und Freunden hört. Spätestens dann kommt der Druck. Mein Traum war schon immer ein Auslandsjahr, aber alleine da gibt es schon einen Haufen Möglichkeiten: Freiwilligenarbeit, Au Pair oder mein persönlicher Favorit – ein „Work and Travel“ in Australien. Leider wurde nichts daraus. Aber auch während des Studiums gibt es ja noch die Möglichkeit, ein oder auch mehrere Semester im Ausland zu verbringen.

 

Keine Panik - Wer sich informiert, bekommt bald Ideen, wie es weitergehen kann. (Quelle: pixabay.com)

Keine Panik – Wer sich informiert, bekommt bald Ideen, wie es weitergehen kann.
(Quelle: pixabay.com)

Studieren – aber was?

Noch dieses Jahr starte ich hoffentlich mein Studium im Bereich Medienwirtschaft und Journalismus. Wie ich auf diese Richtung gekommen bin? Erst einmal muss man sich bewusst werden, dass mittlerweile die Wahl zwischen 17.349 verschiedenen Studiengänge und 442 Hochschulen besteht, darunter duale Studiengänge und Fachhochschulen. Um den Durchblick zu behalten, könnte eine Suchmaschine für Studiengänge (https://www.hochschulkompass.de/) sowie ein Studieninteressentest (https://www.hochschulkompass.de/studium-interessentest.html) Abhilfe schaffen. Aber selbst da ergab meine Suche ca. 800 verschiedene Studiengänge, alle auf meine persönlichen Interessen zugeschnitten. Mir wurden viele Studiengänge angeboten, von denen ich nie gehört habe. Ich wäre zum Beispiel nie auf die Idee gekommen, Keltologie zu studieren. Ist der Studiengang gefunden, folgt die Frage, wo es hingehen soll – oder ob der Abiturschnitt diese Frage überhaupt erlaubt. Meine einzige Bedingung war, dass ich nicht am anderen Ende Deutschlands lande und ab und zu die Grafschaft besuchen kann. Ein kleines Problem wäre da aber noch. Mein Studium fordert ein Vorpraktikum von mindestens vier Wochen. Nach gefühlten 100 E-Mails und 200 Anrufen war es dann endlich so weit – eine Zusage von den EMS-VECHTE-NEWS in Emlichheim.

Das große Warten

Jetzt fehlt nur noch eins: die Zusage für mein Studium. Das große Warten beginnt. Leider habe ich immer noch keine Rückmeldung. Was passiert, wenn eine Absage kommt? Auch auf dieses Szenario sollte man sich einstellen und Alternativen suchen. Für mich heißt es dann weiter Erfahrungen sammeln durch Praktika, arbeiten gehen und weiter an meinem Französisch und Englisch feilen. Eins ist klar: Jede Schulabgängerin und jeder Schulabgänger steht vor der großen Frage, wie sie oder er seine Zukunft gestalten soll. Die Einen haben Pläne, die Anderen sind orientierungslos und versinken in den Bergen an Informationen. Viele Möglichkeiten erlauben es, immer einen anderen Weg einzuschlagen, also ist es wohl das Beste, einfach Sachen auszuprobieren. Das ist stressig, aber machbar.




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