462.850 € für Naturschutzprojekte in der Grafschaft Bentheim
(v.l.n.r.) Die Überreichung der Förderbescheide durch Umweltminister Olaf Lies an Kreisrat Dr. Michael Kiehl, Paul Uphaus (Geschäftsführer Naturschutzstiftung) und Manuela Monzka (Landkreis). (Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim)

462.850 € für Naturschutzprojekte in der Grafschaft Bentheim

19. Juni 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Umweltminister Lies übergibt Förderbescheide an Naturschutzstiftung

Nordhorn. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim während einer Bereisung des Landkreises gleich drei Förderbescheide über insgesamt 462.850 € für Naturschutzprojekte überreicht. Die Förderung war von der Stiftung aus Landesmitteln zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ beantragt worden.

Mit dem Geld sollen am Dinkelwehr War in Lage Flächen gekauft werden, um dort die Renaturierung der Dinkel zu ermöglichen. Unter anderem soll das Wehr entfernt werden, damit sich Fische und Fischotter ungehinderter ausbreiten können. Hierfür stellt das Land 73.400 Euro zur Verfügung.

Auch im Naturschutzgebiet Itterbecker Heide sind Flächenkäufe geplant, um den Biotopverbund zu verbessern. Hier liegt das Augenmerk auf dem Erhalt des seltenen Lebensraumtyps „Sandheide mit Krähenbeere auf Binnendünen“, für den die Itterbecker Heide von besonderer Bedeutung ist. Das Land bezuschusst dieses Projekt mit 244.200 Euro.

Bewilligt wurden außerdem Mittel, um das von der Naturschutzstiftung kürzlich erworbene ehemalige Torfwerk in Wietmarschen zu einem Landschaftspflegehof für Schafe umzubauen, die das Dalum-Wietmarscher Moor in Zukunft beweiden sollen. Minister Lies übergab für diese Maßnahme einen Förderbescheid in Höhe von 145.250 Euro.

Der Umweltminister lobte den Einsatz der Naturschutzstiftung für den regionalen Biotopverbund und deren Arbeit als gutes Vorbild für andere Regionen. Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung Kreisrat Dr. Michael Kiehl freute sich über die Förderung und betonte, dass erst die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern Projekte in dieser Größenordnung ermögliche.