2751 Zuschauer verfolgen Heimsieg der HSG
Am Ostersamstag spielte die HSG munter auf. Foto: Melanie Bültmann

2751 Zuschauer verfolgen Heimsieg der HSG

6. April 2015 0 Von slindschulte

Revanche geglückt – Wiedergutmachung mehr als gelungen – Abstand verkürzt

Lingen / Nordhorn. Die im Vorfeld ausgegeben Ziele konnte die HSG Nordhorn-Lingen am Ostersamstag vor 2751 Zuschauern in der EmslandArena eindrucksvoll in die Tat umsetzen.

Von der ersten Minute an zeigte sich das 2-Städte-Team hochkonzentriert und motiviert, das Spiel vor der wieder einmal beeindruckenden Kulisse unter keinen Umständen abgeben zu wollen. Basis für dieses Vorhaben war die Abwehr, die nach kurzer Anlaufzeit zusammen mit Torhüter Buhrmester dem EHV Aue letztendlich keine Chance ließ. Nur bis zur 15. Minute und dem Spielstand von 6:5 waren die Gäste in der Lage Anschluss zu halten. Danach bog das am heutigen Tag klar bessere Team auf die Siegesstrasse ab und konnte sich bis zur 22. Minute und dem Tor von Bobby Schagen (10/5 Tore) auf 9:5 absetzen. In dieser Phase bekam auch das Zusammenspiel zwischen Torhüter Buhrmester (20/2 Paraden) und seinen Vorderleuten den Gegner vollständig in den Griff. Im Angriff erspielten sich die Nordhorn-Lingener geduldig ihre Chancen, die dann konsequent in Tore umgesetzt wurden. Über ein 11:7 und 13:8 ging es dann folgerichtig mit einer 14:8 Führung zum Pausentee.

Am Ostersamstag spielte die HSG munter auf. Foto: Melanie Bültmann

Am Ostersamstag spielte die HSG munter auf. Foto: Melanie Bültmann

Nach dem Wechsel machte die HSG Nordhorn-Lingen genau da weiter, wo sie aufgehört hatte. Der Gegner aus dem Erzgebirge versuchte zwar noch einmal mit einer offensiveren Abwehrvariante und Tempospiel der Partie eine Wende zu geben. Das war allerdings zu wenig am heutigen Tag, denn das 2-Städte Team war nicht mehr aufzuhalten. Das Thema „Wiedergutmachung“ wurde dann endgültig zwischen der 38. und 45. Minute abgehakt, als die HSG Nordhorn-Lingen trotz zweimaliger Unterzahl den Vorsprung von 19:12 auf 23:13 ausbauen konnte. Als dann noch drei „Buhrmiparaden“ in Folge kamen, hatte das 2-Städte- Team das Publikum nicht nur versöhnt, sondern richtig abgeholt. Noch während des Spiels schwappte vor Begeisterung die LAOLA-Welle durch die Halle. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. An dem 10-Tore Vorsprung änderte sich auch trotz Auszeit des Auer Coaches Runar Sigtrygssson bis zum Schlusspfiff nichts mehr, seine Spieler konnten nur eine höhere Niederlage verhindern. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe mehr als verdientes 27:17 auf der Anzeigetafel und die Zuschauer verabschiedeten die Mannschaft mit Standing Ovation in die Ostertage. An dieser Stelle hieß es dann „Revanche für die Niederlage im Hinspiel geglückt“.

Bester Torschütze der HSG war Bobby Schagen, der mit 10 Treffern seinen direkten Gegenspieler und den sonstigen Topscorer des EHV Aue Marvin Sommer (3 Tore) klar in den Schatten stellte.

Auf der anschließenden Pressekonferenz fand der Trainer der Erzgebirgler Runar Sigtrygssson dann auch kurz und knapp die Erklärung: „Wir haben in der ersten Hälfte den Faden beim 4-Tore Rückstand verloren und ihn bis zum Schluss nicht wiedergefunden“ und auch die Leistung seiner Torhüter fand er nicht zufriedenstellend.

Auf der anderen Seite ein glücklicher HSG Trainer Heiner Bültmann, dem man anmerkte, wie wichtig ihm dieser Auftritt seiner Mannschaft gerade vor dem Publikum in Lingen war. Er zog an diesem Abend endgültig den Schlussstrich unter das Thema Henstedt-Ulzburg. Weiter stellte er heraus, dass seine Mannschaft den „Flow“ aus den Spielen gegen Bittenfeld und Leipzig fortgesetzt hat. Als Basis des Erfolges sah er die gute Abwehrarbeit, die dazu führte, dass Björn Buhrmester die Bälle, die er halten musste und noch ein paar andere, parierte. Weiter sah er im Angriff über fast das ganze Spiel einen geduldigen Aufbau mit konsequenter Ausnutzung der Chancen. Aber es wäre nicht Heiner Bültmann, wenn nicht am Schluss schon wieder der Ausblick nach vorne käme. Er schickte seine Spieler mit einem Augenzwinkern in die „lange Erholungspause“ über Ostern, bevor es ab Dienstag in den Trainingseinheiten darum geht den „Flow“ zu nutzen und am kommenden Samstag um 19.30 Uhr im Auswärtsspiel beim Mitkonkurrenten um die Topplätze, dem HSC Coburg, dafür zu sorgen, dass man die Miniserie von 7:1 Punkten weiter ausbauen kann.

Nach der überraschenden Niederlage des TV Bittenfeld bei Eintracht Hildesheim (32:27) und dem Unentschieden von Hamm in Neuhausen (21:21) festigt die HSG nicht nur den 5. Platz mit 41:21 Punkten, sondern verkürzt den Abstand auf Platz 3, den jetzt der ThSV Eisenach (44:18 Pkt.) nach dem Heimsieg 27:23 gegen Leipzig innehat, auf nur noch 3 Punkte.

Es ist alles angerichtet für eine spannende Schlussphase in Liga 2.