1200 Kilometer hin und zurück: Papenburg zu Gast in Rochefort
Reiselustige aus Papenburg waren zu Gast im französischen Rochefort. (Quelle: Stadt Papenburg)

1200 Kilometer hin und zurück: Papenburg zu Gast in Rochefort

10. November 2016 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Fahrt zu den französischen Freunden mit 28 Reisenden aus dem Emsland

Papenburg. „Wir haben eine faszinierende Reise genossen und sind von unseren französischen Freunden sehr herzlich aufgenommen worden“, schwärmt Christel Kreikenbaum, Vorsitzende des Fördervereins für Internationale Begegnung noch jetzt. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, machte sich eine 28-köpfige Reisegruppe auf ins 1200 Kilometer entfernte Rochefort – der Partnerstadt Papenburgs. „Wir sind direkt morgen früh um 6 Uhr mit dem Bus am Rathaus aufgebrochen. Unser erstes Ziel war der malerische Ort St. Etienne-du-Rovray“, sagt Kreikenbaum. Neben den Sehenswürdigkeiten vor Ort und der schönen Umgebung schwang aber auch etwas Besorgnis und Mitgefühl mit. „Im Juni ist in dem Ort ein Priester bei einem IS-Anschlag ums Leben gekommen. Das nimmt einen schon mit“, erklärt Christel Kreikenbaum, um dann bestimmt hinzuzufügen: „Aber wir stehen in solch schwierigen Zeiten natürlich an der Seite Frankreichs und unserer Partnerstadt Rochefort. Wir habe uns mit unseren Freunden dort in den vergangenen Monaten oft über dieses Thema ausgetauscht.“

Doch im Mittelpunkt der Reise stand ganz klar die Vorfreude auf den Besuch in Rochefort, betont Kreikenbaum. „Nachdem wir in Tours noch einen Abstecher in die Innenstadt und in die beeindruckende Kathedrale des heiligen Gatianus gemacht haben, waren wir am Abend des 4. Oktobers endlich in Rochefort.“ Dort wurde die Gruppe dann „standesgemäß, nämlich mit Cognac und Schweppes“, empfangen. „Wir selbst haben als Gastgeschenke Kräutertöpfe und einen Gruß des Bürgermeister mitgebracht“, erzählt Vereinsvorsitzende Kreikenbaum. „Zu den Höhepunkten unserer Reise gehörten ein Besuch des Museums Hèbre und eine virtuelle 3D-Führung durch das Museum Pierre Loti, das aktuell noch umgebaut wird.“ Auch ein Besuch bei Rocheforts Bürgermeister Hervé Blanché und der ersten Beigeordneten Caroline Campodarve-Puente stand auf dem Programm. „Wir haben die beiden ja erst im September beim Hafenfest in Papenburg begrüßt. Das wir wirklich ein freudiges Wiedersehen.“

Auch ein Besuch im historisch bedeutsamen Melle, 80 Kilometer entfernt von Rochefort, gehörte zur Reise dazu. „Hier verläuft der Pilgerweg nach Santiago de Compostella und die Kirche St. Hilaire in Melle gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und dabei hat der ganze Ort nur etwas mehr als 3600 Einwohner“, sagt Kreikenbaum. Neben den vielen Besuchen von Sehenswürdigkeiten stand aber natürlich der Dialog mit den französischen Freunden und Mitgliedern des dortigen Partner-Vereins Comitée de Jumilage im Mittelpunkt. „Wir wurden auf das herzlichste aufgenommen und bewirtet. Die vier Tage sind wie im Flug vergangen. Am Morgen des 7. Oktober waren wir wieder zurück.“ Nun freue man sich auf den Gegenbesuch aus Rochefort an Himmelfahrt im kommenden Jahr.