12:0 gegen Herford – Tor-Festival der SV Meppen-Frauen
von links: Roger Müller, Daniel Kossenjans, Heinz Speet, Birgit Niemeyer, Denise Franjkovic, Jessica Bos, Sarah Meiners, Maria Reisinger, Sebastian Middeke. (Quelle: SV Meppen)

12:0 gegen Herford – Tor-Festival der SV Meppen-Frauen

30. April 2018 0 Von Redaktion Ems-Vechte-News

Dritthöchster Sieg in der Geschichte der 2. Frauen-Bundesliga

Meppen. Ein Fußballspektakel erlebten die Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Hänsch-Arena. Die SVM-Frauen „zerlegten“ den Herforder SV Borussia und schossen mit 12-0 Toren den dritthöchsten Sieg in der Geschichte der 2. Frauen-Bundesliga überhaupt raus. Mit dem Erfolg festigte das Müller-Team Tabellenrang 2, der Abstand zu Spitzenreiter Bor. M’Gladbach beträgt zwei Spieltage vor Schluss weiterhin vier Punkte. Vor dem Spiel verabschiedete der Verein mit Sarah Meiners, Jessica Bos und Denise Franjkovic drei sehr verdiente SVM-Spielerinnen.

Die ersten emotionalen Momente in der Hänsch-Arena fanden am Sonntag bereits vor der Begegnung gegen den Herforder SV statt. Maria Reisinger, Sportliche Leiterin der SVM-Frauen- und Mädchenfußballabteilung, musste quo Amt die zum Saisonende ausscheidenden Spielerinnen verabschieden. Ihre letzten Auftritte vor heimischem Publikum feierten Sarah Meiners und Denise Franjkovic, ebenfalls verabschiedet wurde Torfrau Jessica Bos, die aufgrund einer Verletzung jedoch nicht mehr zum Einsatz kam.

Mit Meiners und Bos werden zum Saisonende zwei Spielerinnen den Verein verlassen, die bereits zu Zeiten des SV Victoria Gersten 1947 e.V. das Zweitligatrikot getragen haben. Auch Denise Franjkovic trat noch in den Gerstener Farben an, jedoch im Mädchenbereich, bevor sie 2012 zum Zweitligateam stieß. Dienstälteste Spielerin war/ist Sarah Meiners, die lt. der seit der Spielzeit 2012/2013 vom DFB geführten Statistik auf aktuell 102 Ligaspiele kommt. Vereinsübergreifend dürfte sie an Liga- und DFB-Pokalspielen sowie sonstigen Begegnungen jedoch deutlich über 200 Partien für Gersten/Meppen bestritten haben.

Meiners war es dann auch vergönnt in ihrem letzten Heimspiel von Beginn an auf ihrer gewohnten Innenverteidigerposition aufzulaufen. In Summe sollte sie bis zu ihrer von „Standing Ovation“ begleiteten Auswechslung (77. Min.) einen ruhigen, jedoch torreichen Nachmittag verleben. Diesen eröffnete Maike Berentzen in der 10. Spielminute. Shiho Shimoyamada mit feinem Zuspiel auf Nele Schomaker, die sich über rechts durchsetzte und Jalia Dalaf den Ball in den Fuß spielte. Deren Direktabnahme konnte Herfords Torfrau Alisa Ostwald noch abwehren, den Abstauber jedoch verwerte Berentzen zu ihrem ersten von insgesamt drei Treffern an diesem Nachmittag. Dalaf war es dann, die nur vier Minuten später nach einer Balleroberung Herfords Torhüterin ausspielen und zu ihrem ersten von insgesamt vier Treffern einschieben konnte. Die 31. und 32. Minute gehörten erneut Maike Berentzen, die per Doppelschlag auf 4-0 erhöhte, sich in der Folge dann als Vorlagengeberin präsentierte. So z.B. in der 40. Minute, als Dalaf auf 6-0 erhöhte (drei Minuten vorher hatte bereits Nele Schomaker getroffen). Dalaf gelang dann kurz vor dem Halbzeitpfiff gar noch das 7-0.

Die einseitig geführte Begegnung sollte auch in der zweiten Hälfte ihre Fortsetzung finden. Herford mühte sich, hatte dem Meppener Offensivdrang jedoch an diesem Nachmittag nichts entgegen zu setzen. Schomaker und Senß in der 52. und 53. Minute, dann zweimal Shimoyamada in der 73. und 75. Minute. Zu guter Letzt (83. Min.) war es dann noch einmal Dalaf, die ihr Torekonto damit auf 15 Saisontreffer anhob.

Mit dem Erfolg festigte die Mannschaft Tabellenplatz 2, muss jedoch weiterhin auf einen Ausrutscher von Tabellenführer Borussia Mönchengladbach warten. Die rangen bereits am Vormittag Turbine Potsdam II mit 3-0 nieder und haben zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin vier Punkte Vorsprung vor den SVM-Frauen, die am kommenden Wochenende zum BW Hohen Neuendorf reisen.

Neben Sarah Meiners, Jessica Bos und Denise Franjkovic verabschiedeten Vorstand Heinz Speet und die Sportliche Leitung auch Birgit Niemeyer und Daniel Kossenjans. Beide zeichneten sich als  Trainer bisher verantwortlich für die B-Juniorinnen des JLZ Emsland. Sie werden dem Verein aber in anderen Funktionen erhalten bleiben.  (ml)