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Vorplatz des Ehrenfriedhofs in Wesuwe-Siedlung wird neu gestaltet

Eingangsbereich soll ansprechender auf Besucher wirken

Haren (Ems). Der Vorplatz des Ehrenfriedhofs in Wesuwe-Siedlung wird derzeit neu gestaltet. Verlegt wurde bereits eine neue Pflasterung aus grauem und rotem Gestaltungspflaster. Komplett erneuert wird auch die Zaunanlage, die bereits abgebaut ist. Auch die alte Pforte wird derzeit auf dem städtischen Werkhof überarbeitet. Rund 30.000 Euro kostet die Maßnahme, die zur Gedenkveranstaltung für die Opfer der Emslandlager am 26. November 2017 fertiggestellt sein wird.

Kerstin Richter vom städtischen Bauamt: „Unser Ziel war es, den Eingangsbereich zur Kriegsgräberstätte offener zu gestalten, damit der Ehrenfriedhof für Besucher besser erkennbar ist und ansprechender wirkt.“ Eine Idee, die auch die Zustimmung von Ortsvorsteher Hartmut Bruns, Ratsherr Hermann Stroot und Heinz Wilke, Mitglied im Arbeitskreis Dorferneuerung, findet. Aus diesem Grund wurde auch das dichte Buschwerk zu beiden Seiten der Eingangspforte entfernt. Hier werden neue Pflanzen gesetzt, auch hinter dem Zaun entsteht ein Beet mit niedrigem Pflanzenbewuchs, um den offenen Charakter des Vorplatzes zu unterstreichen.

Honnigfort freut es, dass die Maßnahme nun zum Zuge kommt und auch vom Innenministerium und dem Landkreis Emsland befürwortet wird: „Die gestalterische Aufwertung dieses Platzes war der Stadt und den Anwohnern ein wichtiges Anliegen und wurde schon 2011 als Maßnahme in das Dorfentwicklungsprogramm für Wesuwe-Siedlung/Wesuwermoor aufgenommen.“

Die jährliche Gedenkveranstaltung für die Kriegsopfer in Wesuwe-Siedlung geht dabei auf eine Initiative des ehemaligen Vorsitzenden des Heimatvereins Wesuwe, Johannes Gehrs, und die örtlichen Schützenvereine zurück. Neben Abordnungen der Schützenvereine St. Hubertus Wesuwe, St. Georg Wesuwe-Siedlung, St Josef Wesuwermoor und des Schützenvereins Altharen nehmen u.a. auch die Reservistenkameradschaften aus Haren-Erika, Meppen und Meppen-Borken, die Wesuweer Dorfmusikanten und Teile der Bevölkerung hieran teil. „Diese örtliche Anteilnahme an den Kriegsopfern und der lokalen Geschichte ist beeindruckend“, so Honnigfort. Rund 4.000 sowjetische Kriegsgefangene des sogenannten Lagers 8 liegen in Wesuwe-Siedlung begraben.

Der Ehrenfriedhof selbst hat vor rund 10 Jahren eine gestalterische Aufwertung erfahren. Im Nachgang zum 60. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs im Jahr 2005 gab die Russische Föderation eine lebensgroße Bronzestatue in Auftrag, die seit 2008 das Gräberfeld ziert.

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Redaktion Ems-Vechte-News

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